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23.04.2013

07:20 Uhr

Deutschland-Dinner

Merkel warnt vor Geiselhaft durch Banken

ExklusivIm Gespräch mit Handelsblatt-Herausgeber Gabor Steingart bezieht Bundeskanzlerin Angela Merkel klar Stellung: Die Politik sollte ihre Abhängigkeit von der Finanzindustrie verringern. Dazu müssten die Schulden sinken.

Bundeskanzlerin Angela Merkel unterhält sich mit Handelsblatt-Herausgeber Gabor Steingart. Dominik Butzmann

Bundeskanzlerin Angela Merkel unterhält sich mit Handelsblatt-Herausgeber Gabor Steingart.

DüsseldorfBundeskanzlerin Angela Merkel will die in der Schuldenkrise gewachsene Abhängigkeit der Staaten von den Banken wieder reduzieren. „Eine Bank darf in der Tat nicht die gesamte Gesellschaft und Wirtschaft gleichsam zur Geisel nehmen können“, sagte Merkel bei einem Interview mit dem Handelsblatt. Dazu sei es zentrale Aufgabe für die Politik den Kurs des Schuldenmachens zu ändern. „Wir werden als Staaten und Politiker dann am besten von den Banken unabhängig, wenn wir keine Schulden mehr machen“, so die Kanzlerin.

Laut Merkel gibt es viele Gründe für den Abbau von Schulden. „Einmal, um unabhängiger von internationalen Finanzmarktakteuren zu werden. Zum Zweiten, weil Banken dazu neigen, erst Staatsanleihen zu kaufen, bevor sie der Wirtschaft Kredite geben“. Sie zeigte sich besorgt, dass die Versorgung mit Krediten „in Ländern mit hoher Staatsverschuldung immer schwieriger sein“ werde.  

Die Euro-Krise hält die Bundeskanzlerin noch nicht für beendet. Sie habe, so Merkel, „mit Bedacht nie gesagt, diese Krise am Ende sei, sondern nur, dass wir eine beachtliche Wegstrecke zurückgelegt haben“. Es müssten aber „noch viele weitere Schritte“ gegangen werden.

Die Umsetzung der Energiewende hält Merkel für machbar. „Wenn unser Land es nicht schaffen würde, bis 2022 zwanzig Gigawatt Leistung mittels Kohle- und Gaskraftwerken zu ersetzen, dann wären wir ein schlechtes Hochtechnologieland.“ Erneuerbare und konventionelle Energien müssten in ein vernünftiges Verhältnis gebracht werden. Merkel: „Wir müssen den Ausbau der erneuerbaren Energien kontrolliert vorantreiben, außerdem den Ausbau grundlastfähiger Kraftwerke koordinieren und natürlich die für den Energietransport notwendigen Leitungen errichten.“

Von

gst

Kommentare (109)

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Trojaner

23.04.2013, 07:32 Uhr

„noch viele weitere Schritte“ - die Mutti hat wohl 'nen Kurs in hypnotischen Sprachmustern gemacht. Liebe Mutti, sag doch mal, wann,wie,wo,was genau, welche Schritte in welche Richtung? Aber die AfD wird die Schritte vorgeben. Dann ist Schluß mit rumlabern.

hansblick

23.04.2013, 07:52 Uhr

die EU ist einen gebilde von und für gross konzernen...das weiss sie auch..also..ihre wörte sind der reine lüge..

noch was das hier passt:

EU will Anbau von Obst und Gemüse in Gärten regulieren
Deutsche Wirtschafts Nachrichten | Veröffentlicht: 23.04.13, 00:27 | Aktualisiert: 23.04.13, 01:43 | 29 Kommentare

Die Europäische Kommission will den Landwirten und Gärtnern in Zukunft die Verwendung von Einheits-Saatgut vorschreiben. Alte und seltene Sorten haben kaum Chancen auf eine Zulassung, ihr Anbau wird strafbar - auch wenn er im privaten Garten erfolgt.

monsanto lässt gruessen..

die EU ubernimmt ALLES....unsere ganzen leben wird zum wohl grosse unternehmen und banken verkauft...wir würden versklavt...

nur-Worte

23.04.2013, 07:55 Uhr

Sie lebt doch in einer Märchenwelt: Die Schulden steigen europaweit. In den Südstaaten geht es aufwärts - aber nur was die Schuldenberge betrifft, da sind alle (auch F) auf gutem Weg.
Inhaltslose Worthülsen, die entgegen der Realität stehen.
Denn die Eurokrise geht weiter und weiter...

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