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16.06.2017

14:05 Uhr

Deutschland

Wettbewerbshüter der EU billigen Atommüll-Deal

Die EU-Kommission hat den Pakt zur Entsorgung des deutschen Atommülls genehmigt. Er sieht vor, dass der Staat den Konzernen die Verantwortung für die Lagerung abnimmt. Noch sind acht Atomkraftwerke in Betrieb.

Der mit den vier Energieriesen Vattenfall, Eon, RWE und EnBW geplante Deal kann nun umgesetzt werden. dpa

Atommüll

Der mit den vier Energieriesen Vattenfall, Eon, RWE und EnBW geplante Deal kann nun umgesetzt werden.

BrüsselDer von der Bundesregierung geplante Milliardenpakt zur Entsorgung der atomaren Altlasten hat eine weitere wichtige Hürde genommen. Die EU-Kommission schloss am Freitag eine wettbewerbsrechtliche Überprüfung des Projekts positiv ab. Der mit den vier Energieriesen Vattenfall, Eon, RWE und EnBW geplante Deal kann demnach umgesetzt werden.

Der Entsorgungspakt sieht vor, dass der deutsche Staat den Konzernen die Verantwortung für die Zwischen- und Endlagerung des Atommülls abnimmt. Dafür sollten sie zum 1. Juli dieses Jahres rund 24 Milliarden Euro in einen staatlichen Fonds einzahlen.

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Der Fonds ist Folge des 2011 in Deutschland beschlossenen Ausstiegs aus der Kernkraft. Das letzte Atomkraftwerk in der Bundesrepublik soll 2022 vom Netz gehen. Aktuell sind acht in Betrieb.

Von

dpa

Kommentare (1)

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Herr Riesener Jr.

16.06.2017, 16:46 Uhr

Falls jemand nach einer sicheren und billigen Lagerung des Atommülls sucht, könnte man mal in Herfa-Neurode nachfragen. Dort werden etwa 2 Mio Tonnen chemischer Giftmüll endgelagert (Zerfallszeit ist wesentlich länger als der von Atommüll und schwieriger nachzuweisen als radioaktiver Müll). Jährliche Aufnahmekapazität: 200 000 Tonnen, Preis < 300 EUR/Tonne.

siehe https://de.wikipedia.org/wiki/Untertagedeponie_Herfa-Neurode

Aber wer will schon eine sichere und billige Lösung??

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