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03.09.2013

15:34 Uhr

DeutschlandDuell von „Handelblatt“ und „Zeit“

Piratin fordert den Juso-Chef heraus

„Generationen und soziale Gerechtigkeit“ – wie halten es Piraten und die SPD damit? Antworten haben Katharina Nocun und Sascha Vogt, die ihre Farben beim DeutschlandDuell vertreten. Zu sehen von 19 Uhr an im Livestream.

Katharina Nocun will für die Piraten in den Bundestag einziehen. AFP

Katharina Nocun will für die Piraten in den Bundestag einziehen.

BerlinKatharina Nocun und Sascha Vogt eint politisch ein Ziel – ihre Parteien müssen im Wahlkampf-Endspurt noch einige Prozentpunkte gutmachen. Sonst drohen die Piraten den Einzug in den Bundestag zu verpassen und der SPD vier weitere Jahre in der Opposition oder die ungeliebte Rolle des Juniorpartners in einer großen Koalition. Persönlich eint Nocun und Vogt, dass sie zu den großen Nachwuchshoffnungen in der Bundespolitik zählen: Sie ist seit März diesen Jahres Politische Geschäftsführerin der Piratenpartei, er seit rund drei Jahren Bundesvorsitzender der Jusos, der SPD-Jugendorganisation.

Die Chance, unentschlossene Wähler von den Inhalten ihrer Partei zu überzeugen, haben Piratin und Juso-Chef heute Abend beim dritten DeutschlandDuell von Handelsblatt Online und Zeit Online. „Generationen und soziale Gerechtigkeit“ lautet das Thema des Duells, das um 19 Uhr beginnt und auf unserer Seite per Livestream verfolgt werden kann. Auf Twitter können Sie die Diskussion unter dem Hashtag #dduell kommentieren.

Mit Engagement und viel Optimismus hat Nocun, die bei der Bundestagswahl auf Listenplatz zwei des niedersächsischen Landesverbandes steht, ihr Amt als Politische Geschäftsführerin angetreten. „Jetzt müssen wir uns zusammenreißen und liefern“, sagte sie auf dem Piraten-Parteitag im März. „Ich möchte nie wieder von jemanden hören, dass wir diese Wahl nicht wuppen werden. Wir müssen uns jetzt verdammt noch mal den Arsch aufreißen, um die anderen vor uns herzutreiben.“ Damals lag die Piratenpartei in Umfragen bei etwa drei Prozent. Ein Wert, der sich bis heute nicht verändert hat – trotz NSA/BND-Affäre.

Auf ihrer Homepage schreibt Nocun, die Themenbeauftragte für Datenschutz in der Partei ist: „Zugunsten vermeintlicher Sicherheit wurden Freiheitsrechte, Datenschutz und informationelle Selbstbestimmung aufgeweicht. Dies gilt es zu ändern.“ Und weiter: „Die Piratenpartei ist die einzige Partei die sich glaubhaft gegen Überwachung und die Einschränkung der Grundrechte einsetzt.“

Soziale Gerechtigkeit ist das Steckenpferd von Juso-Chef Vogt. Für Aufsehen sorgten jüngst einige seiner Mitstreiter in der Jugendorganisation, die zum Thema Steuerhinterziehung eine Postkarte verteilten, auf der Kanzlerin Angela Merkel zu sehen ist, wie sie Bayern-Präsident Uli Hoeneß die Hand schüttelt. Darunter steht geschrieben: „Glückwunsch Uli! Wir Steuern das schon“ – eine Anspielung auf die mögliche Anklage gegen Hoeneß wegen Steuerhinterziehung. Kritik an der Aktion aus Reihen der Union beeindruckt Vogt nicht: „Wir führen als Jusos einen eigenständigen Wahlkampf. Und weil wir die Nachwuchsorganisation der SPD sind, darf der auch ruhig etwas provokanter ausfallen, finde ich.“

Von

ska

Kommentare (12)

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Account gelöscht!

03.09.2013, 16:13 Uhr

DÜRFEN NICHT_LINKE PARTEIEN SUICH AUCH EINEM DUELL STELLEN.


Dürfen nicht-linke Parteien sich auch in einem von "Zeit onlin" und Handelsblatt organisierten Duell präsentieren, und potentielle Wähler/innen mobilisieren?

Oder bleibt dieses Privileg hoch-geschriebenen, stramm-politisch-korrekten Spinner-Parteien wie den Piraten vorbehalten, die laut ihrem Parteiprogramm genauso multikulturalisitisch sind wie die Grünen
(Siehe z. B. http://schwertasblog.wordpress.com/2012/04/22/wie-du-bundeskanzler-wirst/)

Die NPD- anders als die Piraten ohne die geringste Unterstützung durch etablierte Medien- ist auch in zwei Landtagen vertreten und nicht im Bundestag, sie wäre also in gleichem Maße berechtigt zur Teilnahme eines solchen Duells wie die Piraten-Partei.

Account gelöscht!

03.09.2013, 16:14 Uhr

DÜRFEN NICHT-LINKE PARTEIEN SICH AUCH EINEM DUELL STELLEN.

Dürfen nicht-linke Parteien sich auch in einem von "Zeit online" und Handelsblatt organisierten Duell präsentieren, und potentielle Wähler/innen mobilisieren?

Oder bleibt dieses Privileg hoch-geschriebenen, stramm-politisch-korrekten Spinner-Parteien wie den Piraten vorbehalten, die laut ihrem Parteiprogramm genauso multikulturalisitisch sind wie die Grünen
(Siehe z. B. http://schwertasblog.wordpress.com/2012/04/22/wie-du-bundeskanzler-wirst/)

Die NPD- anders als die Piraten ohne die geringste Unterstützung durch etablierte Medien- ist auch in zwei Landtagen vertreten und nicht im Bundestag, sie wäre also in gleichem Maße berechtigt zur Teilnahme eines solchen Duells wie die Piraten-Partei?

abc

03.09.2013, 17:23 Uhr

Ich habe (bei der letzten Wahl) die Piraten gewählt. Und das war die einzige Wahlentscheidung meines Lebens, die ich bis heute zutiefst bedauere.

Als ich die Partei wählte, waren die Piraten für Datenschutz, gegen einen Überwachungsstaat, für Bürgerrechte, für individuelle Verantwortung. Die Piraten haben sich als Postgender, Nicht-Machtorientiert, nicht-ideologisch und sachorientiert verstanden.

Ich habe in meinem Bekanntenkreis soviel Werbung gemacht, dass meine Bekanten die Piraten nicht gewählt haben um mich zu ärgern... ;)

Nach der Wahl haben sich die Piraten ins exakte Gegenteil gewandelt. Es gibt heute eine Spackeria (Leute die jeglichen Datenschutz aufgeben wollen und jegliche Daten frei verfügbar machen wollen), statt Bürgerrechten wird heute für einen starken Staat plädiert, statt sachorientierung gibt es Ideologieschlachten, statt Schutz vor einem Überwachungsstaat gibt es massive Zensurbestrebungen, staat Postgender ist die Partei so stark gendergestreamt worden, dass selbst die GrünInnen neidisch werden können.

Von den Piraten ist nix, aber auch gar nix mehr übriggeblieben. Heute sind die Piraten eigentlich nur noch ein linksradikale Unterorganisation der GrünInnen.

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