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29.03.2014

19:45 Uhr

Deutschlandreise

Chinas Präsident Xi besucht NRW

Nach seinem Treffen mit Bundespräsident Gauck ist Chinas Staatspräsident Xi nach Nordrhein-Westfalen weitergereist. Vor einem Bankett in Düsseldorf besichtigte er ein innovatives Transport-Projekt in Duisburg.

Händeschütteln im Hotel Intercontinental in Düsseldorf: NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft begrüßt Chinas Staatspräsident Xi Jinping. ap

Händeschütteln im Hotel Intercontinental in Düsseldorf: NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft begrüßt Chinas Staatspräsident Xi Jinping.

DüsseldorfChinas Staats- und Parteichef Xi Jinping hat seine Deutschlandreise in Nordrhein-Westfalen fortgesetzt. Nach seinem Besuch in Berlin traf er am Samstag in Düsseldorf Ministerpräsidentin Hannelore Kraft und Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (beide SPD). Mit 800 im Land ansässigen chinesischen Firmen ist NRW nach Angaben der Staatskanzlei das Zentrum der deutsch-chinesischen Wirtschaftsbeziehungen. 25.000 Chinesen leben in dem Bundesland.

Am Nachmittag nahm Xi im Duisburger Hafen an der Übergabe eines Güterzuges teil, der künftig Zentralchina mit Europa verbindet. Auf der so genannten Yuxinou-Strecke werden bis zu drei Mal pro Woche Waren zwischen der chinesischen Millionenmetropole Chongqing und Duisburg transportiert.

Ministerpräsidentin Kraft nannte die Zugverbindung ein „eindrucksvolles Beispiel für die Dynamik der Handelsbeziehungen zwischen unseren beiden Ländern“. Xi wurde begleitet von einer großen chinesischen Wirtschaftsdelegation. Auch Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) nahm teil.

Die deutsch-chinesischen Wirtschaftsbeziehungen

Handelsvolumen

China ist der nach Frankreich und den Niederlanden der größte Handelspartner Deutschlands. 2013 wurden Waren im Wert von mehr als 140 Milliarden Euro ausgetauscht. Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) geht davon aus, dass China in etwa zehn Jahren zum Handelspartner Nummer eins aufsteigen wird.

Exporte

Die Exporte nach China summierten sich 2013 auf rund 67 Milliarden Euro. Exportschlager sind Maschinen, Fahrzeuge und chemische Produkte. Für Unternehmen wie Audi ist China bereits der wichtigste Absatzmarkt.

Importe

Die Chinesen schickten 2013 Waren im Wert von gut 73 Milliarden Euro hierher und damit etwa viermal so viel wie 2000. Vor allem Computer, Handys und Elektronik liefert der Exportweltmeister nach Deutschland. Weitere Verkaufsschlager sind Bekleidung und elektrische Ausrüstungen.

Investitionen

Mehr als 26,5 Milliarden Euro haben deutsche Unternehmen bislang in China investiert. Etwa 4000 Firmen sind dort aktiv. Allein 2012 stiegen die deutschen Investitionen in der Volksrepublik um 28,5 Prozent auf 1,45 Milliarden Dollar. Umgekehrt zieht es immer mehr Chinesen nach Deutschland. 98 Unternehmen siedelten sich 2012 hierzulande neu an - China ist damit Auslandsinvestor Nummer drei, nach den USA und der Schweiz. 2000 Unternehmen sind inzwischen hier ansässig.

Für den Abend hat Kraft in Düsseldorf zu einem Bankett mit hochrangigen Wirtschaftsvertretern aus Deutschland und China eingeladen.

Seit seinem Amtsantritt ist dies Xis erster Staatsbesuch in Deutschland. Zuletzt war sein Vorgänger Hu Jintao 2005 zu Gast in der Bundesrepublik, damals ebenfalls mit Station in Nordrhein-Westfalen. Xi reist am Sonntagmorgen nach Brüssel weiter.

Von

dpa

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