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26.08.2016

00:44 Uhr

„Deutschlandtrend“

Große Mehrheit ist für ein Burka-Verbot

Die von der Union angestoßene Debatte um ein Verbot der Vollverschleierung für muslimische Frauen kommt bei der Bevölkerung offenbar gut an. Dennoch verliert die Union einen Prozentpunkt.

Der Nikab ist ein Gesichtsschleier, der von einigen muslimischen Frauen getragen wird. dpa

Frau mit Nikab

Der Nikab ist ein Gesichtsschleier, der von einigen muslimischen Frauen getragen wird.

BerlinEine große Mehrheit der Deutschen lehnt einer Umfrage zufolge die Vollverschleierung ab. 81 Prozent sind dafür, muslimischen Frauen das Tragen von Vollschleiern wie Burka oder Nikab zumindest in Teilen der Öffentlichkeit zu untersagen, wie aus dem neuen „Deutschlandtrend“ für das ARD-„Morgenmagazin“ hervorgeht. Jeder Zweite (51 Prozent) spricht sich für ein generelles Verbot aus, jeder Dritte (30 Prozent) für ein teilweises Verbot, etwa im öffentlichen Dienst und in Schulen.

15 Prozent der Bürger sind prinzipiell gegen ein Verbot. Befragt wurden von Infratest dimap zwischen dem 23. und 24. August 1008 Menschen.

Vor kurzem hatten sich die Innenminister der Union aus Bund und Ländern für ein Verbot von Vollverschleiern in deutschen Gerichten, Ämtern, Schulen oder im Straßenverkehr stark gemacht. Der Vorstoß ist Teil einer „Berliner Erklärung“ mit zahlreichen Forderungen, von denen sich die Minister von CDU und CSU mehr Sicherheit und bessere Integration in Deutschland versprechen.

Wie viele Frauen in Deutschland überhaupt eine Vollverschleierung tragen, geht aus der Erklärung nicht hervor. Ein komplettes Burka-Verbot, das auch diskutiert wurde, lehnte Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) ab.

„Berliner Erklärung“: Das fordern die Unions-Innenminister

„Berliner Erklärung“

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Doppelpass, Vollverschleierung, Polizisten: Die Unionsminister haben einige Forderungen auf dem Zettel. „Gesichtzeigen ist für das Zusammenleben in unserer Gesellschaft konstitutiv“, sagt Innenminister de Maizière.

Auf die Frage, wen sie am Sonntag wählen würden, entschieden sich 33 Prozent für die Union. 22 Prozent der Befragten würden die SPD wählen. Die Grünen erhalten 12 Prozent, die AfD kommt auf 13 Prozent der Stimmen. Neun Prozent der Befragten würden die Linke wählen und fünf Prozent die FDP.

Im Vergleich zur letzten Erhebung verlieren die Union und die Grünen jeweils einen Prozentpunkt. Die AfD gewinnt einen Prozentpunkt dazu. Die Werte für SPD, FDP und Die Linke bleiben unverändert.

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