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19.07.2013

12:21 Uhr

Deutschlandtrend

Mehrheit ist mit Aufklärung der Abhöraffäre unzufrieden

Die Deutschen sehen die Aufklärungsarbeit der Regierung in der Ausspähaffäre kritisch. Laut ARD-Deutschlandtrend hält die Mehrheit die Bemühungen für unzureichend. Den Umfragewerten der Union schadet das aber nicht.

Deutschlandtrend: 34 Prozent der Befragten sind mit der Aufklärungsarbeit der Regierung gar nicht zufrieden. dpa

Deutschlandtrend: 34 Prozent der Befragten sind mit der Aufklärungsarbeit der Regierung gar nicht zufrieden.

KölnDie Mehrheit der Deutschen hält einer ARD-Umfrage zufolge die Aufklärungsbemühungen der Bundesregierung in der Ausspähaffäre für unzureichend. Wie der am Freitag im ARD-„Morgenmagazin“ veröffentlichte Deutschlandtrend ergab, sind 35 Prozent mit der Aufklärungsarbeit der Regierung weniger zufrieden und 34 Prozent gar nicht zufrieden. Nur 22 Prozent der Befragten zeigten sich zufrieden, ein Prozent sogar sehr zufrieden mit den bisherigen Bemühungen der Bundesregierung, die Überwachungsmethoden von britischen und US-Geheimdiensten aufzuklären.

Der Umfrage zufolge wird die Aufklärungsarbeit in Berlin über die Parteigrenzen hinaus mehrheitlich kritisch gesehen. Unter den Unions-Anhängern zeigte sich gut jeder Zweite unzufrieden, unter den Anhängern der Oppositionsparteien SPD, Grüne und Linke waren es sogar acht von zehn Befragten.

Bei der Wahlentscheidung spielt die Reaktion der Regierung auf das Bekanntwerden der Datenausspähung aber für die große Mehrheit nur eine geringe Rolle (33 Prozent) oder gar keine Rolle (37 Prozent). Gut zwei Monate vor der Bundestagswahl schrieben 21 Prozent der Befragten dem Thema eine „große Rolle“ zu, nur sechs Prozent eine „sehr große Rolle“.

Bei der Sonntagsfrage muss die Union daher auch keine Verluste hinnehmen. CDU/CSU verharren unverändert bei 41 Prozent, die FDP bei 4 Prozent. Damit sind neun Wochen vor der Bundestagswahl weiterhin keine klaren politischen Mehrheiten in Sicht. Die Sozialdemokraten kommen auf 26, die Grünen auf 13 und die Linke auf 7 Prozent, wie die Umfrage von Infratest dimap ergab. Die Alternative für Deutschland (AfD) könnte mit drei Prozent der Stimmen rechnen. Für die Erhebung befragte das Institut am Dienstag und Mittwoch 1000 wahlberechtigte Bundesbürger.

Von

afp

Kommentare (8)

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Account gelöscht!

19.07.2013, 11:24 Uhr

Welche Aufklärungsarbeit?

Account gelöscht!

19.07.2013, 11:36 Uhr

Tja, der Bürger glaubt eben nicht mehr unbesehen was ihm so alles vorgelogen wird.

Hagbard_Celine

19.07.2013, 12:41 Uhr

Unglaublich ist das die Kosten für den Ausbau des US Spionagestandortes Wiesbaden vom deutschen Steuerzahler getragen werden.

Deutschland zahlt fast eine Milliarde Euro im Jahr für US Besatzungstruppen die in Deutschland stationiert sind.

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