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21.11.2012

02:54 Uhr

DGB-Studie

Arbeitnehmer bezweifeln, dass die Rente reicht

Die Angst vor Altersarmut geht um: Besonders jüngere Beschäftigte, aber auch Menschen mit höherem Einkommen fürchten, ihre Rente werde nicht zum Leben reichen. Der DGB macht einen Lösungsvorschlag.

Einer DGB-Studie zufolge glauben viele Arbeitsnehmer, dass sie im Alter knapsen müssen. dpa

Einer DGB-Studie zufolge glauben viele Arbeitsnehmer, dass sie im Alter knapsen müssen.

BerlinVier von zehn Arbeitnehmern in Deutschland (38 Prozent) rechnen nicht damit, dass ihre gesetzliche Rente zum Leben reicht. Das berichtet die "Bild"-Zeitung unter Berufung auf die bundesweiten Umfrage „DGB-Index Gute Arbeit 2012“ des Deutschen Gewerkschaftsbundes.

Demnach glaubt bei den 25- bis 35-Jährigen sogar jeder zweite Beschäftigte (51 Prozent) nicht daran, von seiner Rente leben zu können.

Nicht mehr nur Geringverdiener (bis 1.500 Euro brutto pro Monat) haben laut Umfrage Angst vor Altersarmut (54 Prozent). Selbst bei einem monatlichen Einkommen von 2.000 bis 3.000 Euro glauben 34 Prozent nicht an ein gutes Auskommen im Alter. Und auch bei denen, die mehr als 3.000 Euro verdienen, liegt der Anteil immer noch bei 19 Prozent.

Der DGB fordert, den Verfall der Renten zu stoppen und das Rentenniveau zumindest auf dem heutigen Stand von knapp 50 Prozent zu sichern. Dies sei selbst dann finanzierbar, wenn man den Rentenbeitrag bis zum Jahr 2030 auf 22 Prozent begrenzen möchte. Mit dem Aufbau einer Demografie-Reserve könne die Rente langfristig gesichert werden.

Von

dapd

Kommentare (33)

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Account gelöscht!

21.11.2012, 06:41 Uhr

Die Altersarmut ist bereits Realität, das wissen die Damen und Herren in Berlin ganz genau.

Eddie

21.11.2012, 07:01 Uhr

Das jetzige System ist Abzocke der Juengeren zugunsten der jetzigen Rentner, d.h., die heutigen Beitragszahler finanzieren z.T. hohe Renten, um dann spaeter fast nichts zu bekommen. Die LVA teilte mir mit, dass meine Rente ca. 300 EUR betragen wuerde - jedoch nur, falls ich weitere 30 Jahre fleissig einzahlen wuerde (meinen Freunden/Bekannten geht es da nicht viel besser). 300 EUR? Das reicht weder zum Wohnen noch zum Ueberleben - und das nach ueber 40 Beitragsjahren... Ausweg: Selbststaendigkeit (statt RV-Beitraege zahlen Geld sparen und anlegen) oder Auswandern...

mathe

21.11.2012, 07:08 Uhr

Demografiereserve? Nichts da! Jahrelang in die Rente eingezahlt, jetzt wo ich dran bin, kürzen mir die Politiker den Rentenanspruch (z.B. Ausbildungszeiten). Jetzt sollen mit Beitragsgeldern für zukünftige Versicherte ein Finanzpolster aufgebaut werden. Und das, obwohl bekannt ist, dass die Politiker solche Positionen gerne nehmen (siehe "Fremdleistungen" in der Rente), um Finanzlücken damit zu schließen (siehe Finanzierung Weltkrieg).

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