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18.10.2011

19:09 Uhr

Die Grünen

Trittin und Künast bleiben Fraktionsspitze

Die Grünen haben Renate Künast und Jürgen Trittin als Fraktionsspitze bestätigt. Dabei zeigte die Partei besondere Kontinuität - beide Politiker schnitten mit exakt dem gleichen Wahlergebnis wie schon 2009 ab.

Die Grünen haben Renate Künast und Jürgen Trittin als Fraktionsspitze bestätigt (Archivbild). dpa

Die Grünen haben Renate Künast und Jürgen Trittin als Fraktionsspitze bestätigt (Archivbild).

BerlinDie Grünen im Bundestag verzichten mit der Bestätigung ihres Führungsduos Renate Künast und Jürgen Trittin auf neue Köpfe an der Spitze. Bei der turnusgemäßen Wahl in der Fraktion am Dienstag in Berlin erhielt Künast 79 und Trittin 91 Prozent - das gleiche Resultat wie bei der Wahl 2009. Gegenkandidaten hatten sich den 68 Abgeordneten nicht empfohlen. 66 Stimmen wurden abgegeben.

Die Wahl war als Etappe für das künftige Kräfteverhältnis der führenden Grünen mit Spannung erwartet worden. Künast war als Spitzenkandidatin im Berliner Wahlkampf mit den Zielen gescheitert, in der Hauptstadt Regierungschefin zu werden oder die Grünen wenigstens in eine rot-grüne Regierung zu führen. Trittin hatte sich währenddessen in der Debatte über die Finanzkrise profiliert. Bereits im Vorfeld hatte es in der Fraktion aber geheißen, dass die Abgeordneten Künast nicht abstrafen wollten.

In den kommenden Monaten dürfte bei den Grünen die Debatte an Fahrt gewinnen, wer die Partei im Bundestagswahlkampf 2013 an der Spitze vertritt. 2009 hieß das Spitzenduo Künast und Trittin. Als unangefochten gilt Trittin, doch in der Partei wird bezweifelt, dass er alleiniger Spitzenkandidat wird. Ihr stabiles Ergebnis in der Fraktion dürfte Künasts Position nach dem Berliner Wahlkampf nun wieder stärken. Möglicherweise bilden die beiden mit den Parteivorsitzenden Claudia Roth und Cem Özdemir ein Spitzenquartett.

Künast sagte, in der zweiten Halbzeit der Legislaturperiode wollten sich die Grünen verstärkt um die „Alltagssorgen der Menschen“ kümmern. „Welche Prioritäten kann man angesichts der Finanzlage eigentlich setzen?“ Diese Debatte würden die Grünen im kommenden Jahr intensiv führen und ihnen „intern ein großes Ringen“ einbringen.

Ziel sei die Regierungsübernahme 2013 - möglichst erneut gemeinsam mit der SPD. Allerdings hätten sich die Grünen seit Rot-Grün 1998 weiterentwickelt. „Wir sind eine eigenständige Partei.“

Auch bei den weiteren Mitgliedern des Fraktionsvorstands wurden keine Veränderungen erwartet. Als Fraktionsvize bestätigt werden sollten Fritz Kuhn (Wirtschaft), Bärbel Höhn (Umwelt), Josef Winkler (Inneres), Frithjof Schmidt (Außenpolitik) und Ekin Deligöz (Familie). Der Erste Parlamentarische Geschäftsführer sollte Volker Beck bleiben.

Von

dpa

Kommentare (1)

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19.10.2011, 17:16 Uhr

Dumm und dümmer garantieren beste Wahlergebnisse , aus der Sicht einer anderen Partei !
Weiter so ihr Grüne !!!

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