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21.09.2011

18:21 Uhr

Die Linke

Wagenknecht will nur mit Gysis Zustimmung kandidieren

Sahra Wagenknecht will nicht ohne Gregor Gysis Zustimmung für die Doppelspitze der Bundestagsfraktion kandidieren. So geht die Personaldebatte trotz aller Stillhalte-Appelle bei der Linken weiter.

Sahra Wagenknecht will nicht ohne Gysis Zustimmung kandidieren. dpa

Sahra Wagenknecht will nicht ohne Gysis Zustimmung kandidieren.

BerlinDie stellvertretende Linke-Chefin Sahra Wagenknecht will nur mit Zustimmung von Fraktionschef Gregor Gysi für die geplante Doppelspitze in der Bundestagsfraktion kandidieren. Ihre Entscheidung hänge davon ab, „wie sich die Genossinnen und Genossen und Gregor Gysi dazu verhalten“, sagte sie der „Mitteldeutschen Zeitung“. Gysi wollte sich am Mittwoch noch nicht positionieren. Er betonte allerdings erneut, dass die Fraktionsspitze eine breite Mehrheit hinter sich haben müsse. Die Wahl wurde vom 25. Oktober auf den 8. November verschoben, um den Erfurter Programmparteitag vom 21. bis 23. Oktober nicht zu belasten.

Wagenknecht gehörte bis Anfang vergangenen Jahres der radikalen „Kommunistischen Plattform“ an, ließ ihre Mitgliedschaft aber nach der Wahl zur stellvertretenden Parteivorsitzenden ruhen. Mehrere Parteilinke haben sich bereits für ihre Kandidatur ausgesprochen.

„Ich kann sehr gut mit Gysi“, betonte Wagenknecht. Allerdings sei ungewiss, ob es überhaupt ein Führungsduo geben werde. „Vielleicht ist die Stelle gar nicht vakant.“ Die Fraktion hatte die Doppelspitze bereits im vergangenen Jahr beschlossen. Möglicherweise wird die Entscheidung aber wieder gekippt, wenn sich keine breite Mehrheit für eine Kandidatin abzeichnet. Gysi gilt als gesetzt.

Der Fraktionschef versicherte, dass er sich nicht in die Neuwahl der Parteispitze im nächsten Jahr einmischen wolle. „Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit werde ich mich zu den einzelnen Kandidaten nicht äußern“, sagte er. Eine eigene Kandidatur schloss er definitiv aus. „Die Katastrophe, die dafür passieren müsste, dass ich kandidiere, ist unvorstellbar.“

An der Nominierung der jetzigen Führung mit Gesine Lötzsch und Klaus Ernst an der Spitze hatte Gysi im vergangenen Jahr maßgeblich mitgewirkt. Die Neuwahl steht auf einem Parteitag im Juni 2012 an. Wahrscheinlich wird es vorher aber einen Mitgliederentscheid geben. Die jetzigen Parteichefs haben sich noch nicht entschieden, ob sie erneut antreten.

Von

dpa

Kommentare (3)

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Leistung.lohnt.sich

21.09.2011, 18:34 Uhr

Frau Wagenknecht gehört in die Psychatrie - bildet sie sich doch ein, die Reinkarnation von Rosa Luxemburg zu sein, versehen mit einem riesigen Herz für die Wohltaten der Chancenlosen. Oh jeeee.

wenn man im Auto sitzt, ist es doch aich am wichtigsten, dass DER MOTOR LÄUFT, oder ? Verstehen sie die Parallele zur Wirtschaft ??? Banken, Wirtschaft, dass ist alles der Motor der Gesellschaft. Aber Frau Wagenknecht greiftt immer wieder unisoso die Banken an, die Milliarrrrden-Gewinne einstreichen, die eigentlich den Chancenlosen gehören. Ja ja ja ...

Wolf

21.09.2011, 19:23 Uhr

Wem interessiert eigentlich diese Kommonistin? Schon gut, schon gut, natürlich gibt es immer noch genügend SED-Genossen. Sorry, die nennen sich ja jetzt "Linke".

Jupiter

21.09.2011, 23:05 Uhr

Um die Banken brauchen wir uns in Kürze keine Gedanken mehr machen. Sind alle verstaatlicht wegen Überschuldung. Nur die Volks- und Genossenschaftsbanken und die Sparkassen bleiben. Da liegt Frau Wagenknecht voll im Trend.

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