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29.09.2014

11:54 Uhr

Die nächste Bundeswehr-Pleite

Transall strandet auf Gran Canaria

Die Transportmaschinen der Bundeswehr werden zunehmend zu einem Problem. Nachdem schon beim Irak-Einsatz eine Transall ausfiel, ist jetzt ein weiteres für die Ebola-Luftbrücke vorgesehenes Flugzeug liegengeblieben.

Die in den 60er Jahren entwickelte Transall ist stark fehleranfällig (Archivbild). dpa

Die in den 60er Jahren entwickelte Transall ist stark fehleranfällig (Archivbild).

BerlinWegen eines technischen Defektes ist eine für die Ebola-Luftbrücke vorgesehene Bundeswehr-Transall auf Gran Canaria liegen geblieben und kann vorerst ihren Weiterflug nach Dakar im Senegal nicht fortsetzen. Entsprechende Informationen des Handelsblatts (Online-Ausgabe) bestätigten die Bundeswehr-Luftwaffe und das Verteidigungsministerium. Demnach ist inzwischen eine Ersatzmaschine mit Ersatzteilen und Mechaniker auf dem Weg nach Gran Canaria, um den Defekt zu beheben.

Über den Ausfall hatte zuerst der Bundeswehr-Blog „Augen Geradehaus“ des ehemaligen „Focus“-Redakteurs Thomas Wiegold berichtet. Demnach sollten schon am Wochenende zwei Transportmaschinen nach Dakar fliegen. Bei einem Zwischenstopp auf Gran Canaria wurde dann eine Transall wegen eines technischen Defekts gestoppt.

Die Transall-Maschinen sollten für den Aufbau einer Luftbrücke für Material zur Bekämpfung der Ebola-Epidemie in Westafrika eingesetzt werden. Die Luftbrücke ist ein gemeinsames Projekt von Deutschland und Frankreich. Geplant ist demnach, dass die Bundeswehr bis zu 100 Soldaten und vier Transall-Maschinen in den gemeinsamen Stützpunkt Dakar schickt, wo eine Basis eingerichtet werden soll. Von Dakar aus sollen dann ständig zwei Transall-Flugzeuge in Länder wie Liberia, Sierra Leone oder Guinea fliegen, die derzeit am stärksten von der Ebola-Epidemie betroffen sind.

„Damit werden Transporte von mehr als 100 Tonnen pro Woche ermöglicht“, sagte ein Ministeriumssprecher kürzlich der Nachrichtenagentur Reuters. Auch Frankreich stelle Flugzeuge bereit.

Ziel der Luftbrücke sei es, die gesamte Logistikkette für die Versorgung aufzubauen. Die Bundeswehr werde daher etwa auch aus der Schweiz, Luxemburg oder anderen EU-Staaten ohne Lufttransportmöglichkeiten Hilfsgüter einsammeln. Diese würden dann zu den Stützpunkten Hohn (Schleswig-Holstein), Leipzig und Wunstorf (Niedersachsen) gebracht, um sie nach Dakar zu fliegen. Von dort werde die Bundeswehr sie dann in die betroffenen Länder bringen. „Wir richten uns auf eine lange und anhaltende Unterstützung ein“, sagte der Sprecher.

Kommentare (19)

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Frau Margrit Steer

29.09.2014, 12:16 Uhr

Wann spricht denn die Kanzlerin der Flinten-Uschi ihr vollstes Vertrauen aus?
Komisch, zu all diesen Dingen hört man von der Kanzlerin nichts, sie scheint mal wieder abgetaucht zu sein

Herr Günther Schemutat

29.09.2014, 12:37 Uhr

Deutschland ist ein reiches Land( Grüne,Linke,SPD,UNION).

Es wird Zeit Politiker die freie Handhabung umermessbarer Steuern zu entziehen.

Sie machen Deutschland zum Kasperletheater. Flüchtlinge haben noch keine eigene Wohnung und die BW ist im Gegensatz zur ehemaligen Deutschen Wehrmacht nur ein Schrotthaufen.

Das wäre auch nicht schlimm, sondern eine Friedensarmee. Aber alle Parteien bis auf die Linke wollen weiter Soldaten in weitere Kriege schicken. Alle Verantwortlichen müssen umgehend zurück treten!

Herr Paul Müller

29.09.2014, 12:39 Uhr

Ich sehe schon den nächsten, mit Steuerzahlergeld finanzierten Film: "Gestrandet auf Gran Canaria"

In der Hauptrolle: Veronica Ferres als Flinten-Uschi.

Handlung:
Eine Frau fliegt Waffen in den Irak, weil sich kein anderer Deutscher für diesen Job finden ließ.
Als sie merkte, das sie den Nagellack vergessen hatte, musste Sie auf Gran Canaria notlanden.
Dort traf sie den Scheich Maschmei, und befreite ihn aus einer misslichen Lage: Er war mit seinem Mifa-Fahrrad gegen einen Baum gefahren.
Durch das Wedeln mit Geldscheinen die von der GEZ stammten, wurde der Scheich schnell wieder gesund.
Und sie lebten glücklich und zufrieden.

Länge des Films: 180 min

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