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17.03.2016

14:44 Uhr

Dieselgate bei VW

Grüne fordern Veröffentlichung der Nachmessungen anderer Hersteller

Im Abgas-Skandal von VW drängen die Grünen auf Klarheit: Haben auch andere Hersteller betrogen? Fraktionsvize Oliver Krischer wirft Verkehrsminister Dobrindt Verschleppung vor – und will bis zum 7. April Zahlen sehen.

Nach VW wurde auch Daimler von US-Behörden beschuldigt, bei der Angabe von Abgas-Werten geschummelt zu haben. dpa

Diesel-Gate

Nach VW wurde auch Daimler von US-Behörden beschuldigt, bei der Angabe von Abgas-Werten geschummelt zu haben.

BerlinEin halbes Jahr nach Bekanntwerden des Abgasskandals bei Volkswagen dringen die Grünen auf Klarheit über mögliche Unregelmäßigkeiten auch bei anderen Herstellern. Die Öffentlichkeit warte noch immer auf die Ergebnisse von Nachprüfungen bei Modellen verschiedener Automarken durch das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA), heißt es in einem Grünen-Antrag, der am Donnerstag in den Bundestag eingebracht werden soll. Damit soll die Bundesregierung aufgefordert werden, spätestens bis zu einer Sonder-Umweltministerkonferenz am 7. April einen „aussagekräftigen Zwischenbericht“ vorzulegen.

Grünen-Fraktionsvize Oliver Krischer warf Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) vor, die Veröffentlichung zu verschleppen. Dobrindt sei sechs Monate nach Bekanntwerden des Skandals „nicht in der Lage oder willens, Transparenz zu schaffen und ernsthafte Konsequenzen zu ziehen“.

CO2-Schummeleien bei VW: Wer prüfte wen?

VW

TÜV Nord GmbH, Deutschland

Porsche

TÜV Nord GmbH, Deutschland (Abgas) und Luxemburg (Gesamtfahrzeug)

Audi

ATE EL s.a.r.l., Luxemburg

Seat

INTA, Madrid und IDIADA, Madrid, Spanien

Skoda

TÜV Süd Autoservice GmbH und Vehicle Certification Agency, Bristol, Großbritannien

Der Minister will die Ergebnisse in einem Gesamtpaket publik machen, hat dafür aber bisher keinen Termin genannt. Das KBA hatte bereits im November als Zwischenstand mitgeteilt, dass auch bei anderen Herstellern erhöhte Abgaswerte gemessen worden seien. Die Ergebnisse sollten aber zunächst mit den Autobauern und anderen Behörden besprochen werden. Die Nachmessungen bei mehr als 50 Modellen von Herstellern aus dem In- und Ausland laufen seit Ende September.

Von

dpa

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