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11.07.2012

15:46 Uhr

Dieter Hundt

„Der Feuerwehr geht das Löschwasser aus“

VonDietrich Creutzburg

ExklusivArbeitgeber-Chef Dieter Hundt warnt vor dramatischen Folgen bei einem möglichen Euro-Crash. Es drohe eine schlimmere Krise als nach der Lehman-Pleite, warnte Hundt - und stärkt der Kanzlerin den Rücken.

Dieter Hundt, Präsident der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA), warnt vor den Folgen eines möglichen Euro-Crashs. dapd

Dieter Hundt, Präsident der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA), warnt vor den Folgen eines möglichen Euro-Crashs.

DüsseldorfArbeitgeberpräsident Dieter Hundt hat mit drastischen Worten vor einem möglichen Scheitern des Euro-Krisenmanagements gewarnt. „Die Folgen wären dramatisch und sind nicht auszudenken“, sagte Hundt in einem Interview mit dem Handelsblatt. Es drohe dann nicht mehr nur eine Konjunkturkrise wie vor drei Jahren, „sondern eine echte Strukturkrise mit schlimmeren Folgen als nach der Lehman-Pleite 2008“, sagte er.

So weit dürfe es auf keinen Fall kommen. „Das könnte eine Situation sein, in der auch die Feuerwehr nicht mehr zuverlässig funktioniert. Vor allem weil die Feuerwehr, sprich: die Politik, mit ihren Kräften am Ende wäre.“ Auch der „Löschteich“, so der Chef des Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA), „wäre leer, weil die Staaten kaum noch finanzielle Reserven für weitere milliardenschwere Rettungsprogramme hätten

Hundt wies darauf hin, dass bereits jetzt die Verunsicherung in der deutschen Wirtschaft zunehme und auf „reale Entwicklung durchschlägt“. Die Unternehmen stellten Investitionen zurück und zögerten beim Beschäftigungsaufbau. Die Risiken „sind deutlich größer geworden“. Es müsse alles getan werden, damit das konjunkturelle Klima „durch die Staatsschuldenkrise nicht in starkes Gewitter und Hagel umschlägt“.

Demonstrativ unterstützte Hundt vor diesem Hintergrund den Kurs von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) im Umgang mit der europäischen Schuldenkrise. „Ich bewundere, wie die Bundeskanzlerin ihre Positionen in Europa einbringt und durchsetzt.“ Dafür zolle er ihr „größten Respekt“ . Die deutsche Wirtschaft „kämpft für den Erhalt des Euros und unterstützt deshalb den Kurs der Kanzlerin“. Allerdings fordert Hundt eine harte Haltung gegenüber Griechenland. Sollte Athen die Reformauflagen der EU nicht erfüllen, dann „gibt es keine weiteren Hilfen“.

Hundt setzte sich auch deutlich gegen den Eindruck zur Wehr, die deutsche Wirtschaft sei in ihrer Haltung zum politischen Krisenmanagement zerstritten. „Das täuscht, die Spitzenverbände sind sich einig“, sagte Hundt. Auch wenn „kleinere Verbände vereinzelt etwas andere Töne angeschlagen“ hätten, seien die Gegensätze innerhalb der Wirtschaft „nicht so stark wie dies oft dargestellt wird“. Hundt forderte allerdings die deutschen Wirtschaftsverbände mehr „Geschlossenheit“ zu zeigen. Die Wirtschaft könne „nur gemeinsam und abgestimmt in Berlin und Brüssel etwas erreichen“.

Deutliche Kritik äußerte der Arbeitgeberpräsident allerdings am Kurs der schwarz-gelbe Bundesregierung im Bereich der Sozialpolitik. „Wir leben weiterhin über unsere Verhältnisse“, sagte er. „Niemand kann von anderen Ländern überzeugend Sparsamkeit und Reformbereitschaft einfordern, wenn er selbst das Gegenteil vorlebt“, warnte Hundt mit Blick auf die jüngsten Vorstöße aus der Koalition für neue Mindestlöhne und das geplante Betreuungsgeld. „Wenn Deutschland sogar in einem Jahr mit einem enorm kräftigen Wirtschaftsaufschwung keinen ausgeglichenen Haushalt schafft, wann dann?“, sagte der BDA-Chef. Zugleich lehnte Hundt weitere Einschränkungen bei der Zeitarbeit ab. Seine Botschaft an Arbeits- und Sozialministerin Ursula von der Leyen sei: „Jetzt bitte Finger weg von der Zeitarbeit und nicht weitere gesetzliche Regelungen übe unsere Tarifverträge stülpen“.

Kommentare (33)

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mon_y.burns@dynip.name

11.07.2012, 15:56 Uhr

herrKlein, Herr Hund, ich haNs Licht brenne lasse und strom isch foi gelD !

Account gelöscht!

11.07.2012, 16:04 Uhr

Gelaber.

Welches Löschwasser? Die Volkszertreter gießen Kerosin in Feuer.

Account gelöscht!

11.07.2012, 16:05 Uhr

Der Euro ist längst gecrasht und wird künstlich weiter am Leben gehalten, genau so als würde man einem Sportler der sich eine schwere Verletzung zugezogen hat, weiter mit Medikamenten volldröhnen und ihn stützen und tun und machen nur damit er weiter läuft......bis er irgendwann komplett zusammenkracht ohne dass es jemand ändern könnte.

Was auf uns zukommt, wenn der Euro weiter mit diesem Zins und und Schuldenwahnsinn wie Frankenstein am Leben gehalten wird, wird schlimmer sein als alles was wir wirtschaftlich bislang erlebt haben. Weg mit dem Euro und weg mit dieser ekelhaften EU und schon 10 mal bitte weg mit unseren Politikern.

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