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11.07.2015

13:13 Uhr

Digitaler Wandel

Merkel fordert Vorreiterrolle

Per Videobotschaft fordert Kanzlerin Angela Merkel die Industrie auf, sich stärker am digitalen Wandel zu beteiligen. Es reiche nicht, neue Technologien theoretisch zu durchdringen – sie müssten auch angewendet werden.

Angela Merkel (CDU) nutzt die Möglichkeiten des Internets gerne und ausgiebig – so veröffentlicht sie einmal wöchentlich eine Videobotschaft per Youtube. dpa

Die digitale Kanzlerin

Angela Merkel (CDU) nutzt die Möglichkeiten des Internets gerne und ausgiebig – so veröffentlicht sie einmal wöchentlich eine Videobotschaft per Youtube.

BerlinBundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) fordert stärkere Anstrengungen Deutschlands im globalen Wettkampf um die digitale Vorreiterrolle. In ihrer wöchentlichen Videobotschaft warnte Merkel am Samstag davor, dass die deutsche Industrie zu einem reinen Zulieferer des Internetgeschäfts großer US-Firmen werden könnte, wenn es nicht gelingt, die digitalen Entwicklungen in der realen Wirtschaft zu nutzen.

„Wir müssen darauf achten, dass wir in Europa und ganz speziell auch in Deutschland den Wettlauf und den Wettbewerb gewinnen“, sagte die Kanzlerin. Er spiele sich zwischen denen ab, die heute in der Internetwirtschaft vorne seien, „und uns, die wir in vielen realwirtschaftlichen Bereichen vorne sind“.

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Wenn es beispielsweise den großen amerikanischen Internetfirmen gelinge, Zugriff auf die industrielle Produktion und auf die Konsumenten zu bekommen, „und wir mit der industriellen Produktion nur Zulieferer zu einem Internetgeschäft sind“, dann habe Deutschland diesen Wettbewerb nicht gewonnen, mahnte Merkel. Die Digitalisierung sei zentral für die weitere Entwicklung der industriellen Produktion.

Merkel besucht am Dienstag Europas größten Mikroelektronikstandort in Dresden. Sie lobte die Vorreiterrolle, die dort ansässige Unternehmen bei der Entwicklung des Standards für das Mobilfunknetz der fünften Generation (G5) spielen. Aber es reiche nicht, die neue Technologie „nur theoretisch zu durchdringen“, mahnte sie. Man sei dann sehr gut, wenn man schnell Anwendungen dafür finde. Als Beispiele nannte sie die Telemedizin oder die Steuerung von Produktionsprozessen.

G5 steht für eine sehr viel schnellere Datenübermittlung – mit einer Reaktionsgeschwindigkeit von weniger als einer Millisekunde.

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dpa

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