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02.03.2017

13:20 Uhr

Digitalisierung verunsichert Betriebe

Jeder vierte Handwerker fürchtet sich vor Pleite

VonDana Heide

Eine Umfrage des IT-Verbands Bitkom und des Handwerksverbands ZDH zeigt: Viele Betriebe sind mit der Digitalisierung überfordert. Rund ein Viertel sieht sogar die Existenz seines Geschäfts bedroht.

Betriebe klagen über zu geringe Digitalkompetenz ihrer Mitarbeiter. dpa

Dachdecker bei der Arbeit

Betriebe klagen über zu geringe Digitalkompetenz ihrer Mitarbeiter.

Berlin Es sind keine guten Ergebnisse, die die Umfrage des IT-Verbands Bitkom und des Zentralverbands des Deutschen Handwerks (ZDH) unter 504 deutschen Handwerksbetrieben bezüglich deren Digitalisierung ergeben hat. Zwar gaben fast alle (81 Prozent) der befragten Handwerksbetriebe, dass sie generell aufgeschlossen gegenüber dem Thema Digitalisierung sind. 69 Prozent sehen die Digitalisierung als Chance.

Allerdings äußerte mehr als die Hälfte der von Bitkom Research befragten Betriebe, dass die Digitalisierung für sie eine „große Herausforderung“ darstelle. 29 Prozent geben zu, Probleme zu haben, die Digitalisierung zu bewältigen. Rund ein Viertel (23 Prozent) fürchtet sogar, dass durch die Digitalisierung die Existenz ihres Geschäfts gefährdet ist.

„Die Digitalisierung ist für viele Unternehmen schwer zu durchblicken“, lautet die Erklärung von Bitkom-Hauptgeschäftsführer Bernhard Rohleder. Umso wichtiger sei es, Hilfe anzunehmen, sich beraten zu lassen und in digitale Lösungen zu investieren.

Immer wieder mahnen Politiker, dass vor allem kleinere Unternehmen die Digitalisierung verschlafen. In einer Studie stellten Forscher des ZEW Ende 2016 fest, dass die Digitalisierung im Mittelstand noch „stark ausbaufähig“ ist. Das Bundeswirtschaftsministerium unterstützt den Mittelstand mit mittlerweile elf sogenannten Kompetenzzentren, in denen sich die Betriebe informieren können. Wirtschaftsministerin Brigitte Zypries (SPD) will das Angebot noch erweitern.

Als Haupthemmnis für ihre Digitalisierung gaben die meisten Betriebe (77 Prozent) in der Bitkom-Umfrage an, dass sie sich Sorgen um IT-Sicherheit und Datenschutz machen. 73 Prozent scheuen die hohen Investitionskosten. Mehr als zwei Drittel gaben zudem zu, dass sich ihre Mitarbeiter mit dem Thema nicht genug auskennen.

65 Prozent beklagten, große Probleme zu haben, qualifizierte Mitarbeiter zu finden. Allerdings investieren auch nicht einmal ein Drittel der befragten Unternehmen bisher in die gezielte Aus- und Weiterbildung ihrer Mitarbeiter. ZDH-Geschäftsführer Karl-Sebastian Schulte versicherte, man arbeite an dem Thema.

Kommentare (7)

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Frau Lana Ebsel

02.03.2017, 13:45 Uhr

Was soll der Quatsch? Kein Smartphone und auch kein EDV-Programm wird zukünftig unsere Dächer decken.

Herr Old Harold

02.03.2017, 13:47 Uhr

Ich wollte 4 meiner altersschwachen Dachflächenfenster austauschen lassen.

Erst beim 21. Zimmerer bin ich fündig geworden. Der hat mir immerhin das schlimmste Fenster ausgetauscht. Jetzt ist auch er wieder mit lukrativeren Aufträgen ausgelastet.

Angst vor der Zukunft? Wer hat die nicht!

Account gelöscht!

02.03.2017, 13:54 Uhr

Ein Dach haben die bestimmt übern Kopf und notfalls geht's zur Tafel und das Pflegeheim zahlt dann die Gesellschaft wenn alles verbraten ist.

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