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08.04.2015

18:35 Uhr

DIHK und Arbeitgeber warnen

Tröglitz schadet Integration von Flüchtlingen am Arbeitsmarkt

Die deutsche Wirtschaft fürchtet, dass der Brandanschlag von Tröglitz der Integration von Flüchtlingen in den Arbeitsmarkt schadet. DIHK und Arbeitgeber warnen vor einem Imageverlust für den Standort Deutschland.

In der Nacht zu Samstag hatte es in einer geplanten Unterkunft für Asylbewerber gebrannt. dpa

Ermittlungen nach Brandanschlag

In der Nacht zu Samstag hatte es in einer geplanten Unterkunft für Asylbewerber gebrannt.

BerlinDie Wirtschaft fürchtet, dass der Brandanschlag auf ein geplantes Asylbewerberheim in Tröglitz der geplanten besseren Integration von Flüchtlingen in den Arbeitsmarkt schadet. Angesichts von Überalterung und drohendem Fachkräftemangel könne es sich Deutschland nicht leisten, auf das Potenzial von Flüchtlingen zu verzichten, warnen DIHK und Arbeitgeber.

Mit den jüngsten Arbeitserleichterungen für Flüchtlinge sei die Republik auf dem richtigen Weg, lobt der Vize-Hauptgeschäftsführer des DIHK, Achim Dercks, und warnt zugleich: „Das dürfen wir als globalisiertes Industrieland nicht leichtfertig wieder aufs Spiel setzen“. Denn auch der Absatz von Produkten „Made in Germany“ hänge nicht nur an der technischen Qualität der Produkte, "sondern auch das Image und die Werte Deutschlands schwingen dabei mit".

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Der Brandanschlag auf das Asylbewerberheim von Tröglitz schreckt den Städte- und Gemeindebund auf: Solche Übergriffe könnten auch negative wirtschaftliche Auswirkungen haben. Für heute plant die Polizei Hausbesuche.

Arbeitgeberpräsident Ingo Kramer fordert, dass Asylsuchenden spätestens ab dem sechsten Monat arbeiten dürfen, ohne dass geprüft wird, ob es einen Bewerber aus der EU gibt. Geduldete sollten sofort ohne diese Vorrangprüfung arbeiten dürfen. Und „gerade für jugendliche Flüchtlinge darf das Asylverfahren kein Lebensstillstand bedeuten.“

Nach einer noch unveröffentlichten Studie der Bertelsmann-Stiftung gibt es inzwischen jedoch einen Antragsstau von rund 200.000 Fällen. „Diese hohe Zahl ist im europäischen Vergleich ohne Parallele“, warnt der Autor. „Die Erleichterungen bei der Arbeitsaufnahme werden damit administrativ zunichte gemacht, denn für Asylbewerber ebenso wie für potenzielle Arbeitgeber ist nichts planbar, wenn das Asylverfahren noch nicht einmal begonnen hat.“

Von

bag

Kommentare (9)

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Herr Peter Spiegel

08.04.2015, 18:51 Uhr

Tröglitz schadet Integration von Flüchtlingen am Arbeitsmarkt..

Das frustriert mich, der Arbeitsmarkt wird geschädigt, eine heilige Kuh, wie soll es nur weitergehen,
all diese Fachkräfte ohne Tiere.

Herr Horst Hamacher

08.04.2015, 19:01 Uhr

Wer sollte sich denn für Arbeitskräfte interessieren, die hier noch nicht einmal die Straßenverkehrsordnung kennen, über keine qualifizierte Ausbildung und über Sprachkenntnisse verfügen? Was, bitte sehr, sollte man in unserer anspruchsvollen Arbeitswelt mit solchen Menschen anfangen? Wer sollte sie einstellen? Und wer sollte dieses hohe Risiko bezogen auf Arbeitssicherheit, Pünktlichkeit, Loyalität und Arbeitstempi eingehen ....... und dafür auch noch Geld bezahlen?

Herr Hans Mayer

08.04.2015, 19:34 Uhr

Für das was wir hier zu arbeiten haben brauchen wir diese Menschen nicht.
DIHK und Arbeitgeber sind ja aus dem selben Holz geschnitzt, sie saugen den Steuerzahler aus wo es geht und dann darf die Allgemeinheit am Ende alles zahlen.
Die sollen erst mal garantieren das sie 500.000 gut qualifizierte Hartz4 Empfänger
in Arbeit bringen,
Den Arbeitgeber will ich sehen der so jemanden einstellt.
Die Pfarrerstocher aus der Uckermark und der Bundespfaffe haben wohl um Unterstützung gebeten. Da kriegt der Deutsche Angst wenn der Arbeitsmarkt schwächelt, besser ein Arbeitsplatz von dem man nicht Leben kann wie gar keiner, oder wie.

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