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11.01.2004

08:55 Uhr

DIHT unterstützt Forderungen der Arbeitgeber-Vertreter

«Einmalzahlung statt Lohnerhöhung»

DIHT-Präsident Braun befürwortet die Forderungen der Arbeitgeber in der Metallindustrie in der laufenden Tarifrunde. Deutschland brauche flexiblere Arbeitszeiten, um international attraktiv zu bleiben.

HB BERLIN. Die Arbeitgebervertreter in der Metall- und Elektroindustrie haben in der laufenden Tarifrunde Unterstützung von dem Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHT) erhalten. Nach dessen Auffassung sollten sich die Tarifparteien auf Einmalzahlungen statt auf höhere Tariflöhne verständigen. «Wenn man ein Stück Wettbewerbsfähigkeit gewinnen will, wäre es besser, man würde sich nur auf eine Einmalzahlung einigen», sagte DIHT-Präsident Ludwig Georg Braun der «Welt am Sonntag».

Zudem bezeichnete Braun längere Arbeitszeiten ohne Lohnausgleich und flexiblere Arbeitszeitregelungen als notwendig, um die Attraktivität des Produktionsstandortes Deutschland zu erhalten. Daher befürworte er die Forderung der Metallarbeitgeber: «Die 40-Stunden-Woche ohne Lohnausgleich wäre für alle Unternehmen wichtig, um ihre Wettbewerbsfähigkeit aufrechterhalten zu können.»

Unternehmen würden nicht in Deutschland investieren, wenn sie in Nachbarländern wie Tschechien effektiver produzieren können. «Gerade Mittelständler können ihre Fertigung oft nur dann in Deutschland halten, wenn pro Woche zweieinhalb Stunden länger gearbeitet wird», betonte Braun.

Die Arbeitnehmervertreter der IG Metall wollen in der laufenden Tarifrunde Einkommensverbesserungen von bis zu vier Prozent durchsetzen. Die geforderte Mehrarbeit ohne finanziellen Ausgleich lehnen sie ab. Dagegen halten Arbeitgeber Lohnerhöhungen von höchstens 1,4 Prozent für vertretbar und wollen zugleich einen Arbeitszeitkorridor von bis zu 40 Stunden in der Woche vereinbaren.

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