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28.09.2011

00:45 Uhr

Diplomatenkreise

EU-Beitrittskandidat Serbien darf hoffen

Serbien bewarb sich 2009 um einen Beitritt zur EU. Aber da stand die Festnahme von Kriegsverbrechern noch aus. Diplomaten sagen, warum die Entscheidung der EU-Kommission über den Beitrittskandidaten in Schwung kommen.

Deutsche und US-Truppen an der Grenze zwischen Serbien und Kosovo. AFP

Deutsche und US-Truppen an der Grenze zwischen Serbien und Kosovo.

Brüssel Die EU-Kommission will Serbien nach Angaben von EU-Diplomaten bereits im Oktober den Status eines Beitrittskandidaten anbieten. Die Beitrittsgespräche sollen jedoch noch solange aufgeschoben werden, bis Serbien die Beziehungen zum Nachbarland Kosovo verbessert, sagten die Diplomaten am Dienstag der Nachrichtenagentur Reuters. Die Kommission wolle Serbien in ihrem jährlichen Bericht über Beitritts-Aspiranten für die Verfolgung von Kriegsverbrechern belohnen.

Außerdem sollen die Bemühungen des Landes bei der Reform staatlicher Institutionen sowie der Kampf gegen die Korruption honoriert werden. Die EU sorge sich jedoch über die angespannten Beziehungen zu der ehemaligen serbischen Provinz Kosovo und sei deshalb nicht zur Aufnahme von Beitrittsgesprächen bereit, hieß es.

Serbien bewarb sich 2009 um einen Beitritt zur EU. Dabei stand jedoch zunächst der Mangel an Fortschritten bei der Festnahme von Kriegsverbrechern im Weg, die von dem UN-Kriegsverbrechertribunal gesucht wurden.

Die Festnahmen von General Ratko Mladic sowie dem Serbenführer Goran Hadzic in diesem Jahr wurden in vielen EU-Hauptstädten als wichtiges Signal bei der Aufarbeitung des Balkan-Krieges von 1992 bis 1995 gewertet.

Von

rtr

Kommentare (3)

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Stephan

28.09.2011, 01:31 Uhr

Eine hübsche Freundsche Versprecher im (original) Titel: "EU-Beitragskandidat":-)
Die Frage ist nur, ob die Beiträge erhalten oder bezahlen.
Stephan

Account gelöscht!

28.09.2011, 08:06 Uhr

deren Kriegsgewinn-Gelder liegen doch auf griechisch-zypriotischen Banken, insofern keine Frage. Muss halt Griechenland einen Grossteil seiner EU Subventionen der alten Schiene Belgrad - Athen opfern. Viel Geld für neue Sprünge werden wir wohl kaum mehr beschaffen.
Anstatt de EU zu reformieren , wird weiter im alten Trott gekaspert. Unglaublich, was zur Zeit abgeht. Ich nehm diese EU-Polit-Quadrilha nicht mehr ernst. Bleibt nur Protest und die Protestwahl.

Hartmut.Rast

28.09.2011, 09:13 Uhr

Euro-Krise, Migrations-Probleme, grenzenlose Staatsverschuldung, Demontage der Europäischen Zentralbank als Hüterin einer von der Politik unabhängigen Notenbank - haben wir eigentlich nicht schon genug Herausforderungen zu meistern, daß wir uns jetzt auch noch mit einer Ausweitung der EU befassen müssen ?

Es ist mir absolut unbegreiflich, daß unsere Politiker und EU-Fanatiker immer noch nicht den Ernst der Lage erkannt haben und sich jetzt auch noch mit Beitrittsländern auseinandersetzen, die sich noch nicht einmal friedlich mit ihren nächsten Nachbarn verständigen können. Wir holen uns nicht nur noch weitere Konflikte ins eigene Haus, sondern darüberhinaus auch noch kulturelle Besonderheiten die heute schon die Polizeibehörden bei der Bekämpfung der organisierten Kriminalität als Marionette hinstellen.

Noch nie zuvor war mir so bewußt wie heute, daß man als Bürger nur Staffage ist damit Politiker ein Volk für Ihre Show haben - deine Stimme zählt nur am Wahltag.

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