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16.09.2011

14:05 Uhr

Diskriminierende Offerte

13.000 Euro Entschädigung für Bewerberin

Weil ein Unternehmen nach einem „Geschäftsführer“ bloß in männlicher Form suchte, muss es eine abgelehnte Bewerberin entschädigen. Das Oberlandesgericht Karlsruhe begründet dies mit geschlechtsbezogener Benachteiligung.

Nur wenige Frauen kommen nach ganz oben. Das „Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz“, auch als „Antidiskriminierungsgesetz“ bekannt, soll zumindest dafür sorgen, dass männliche und weibliche Bewerber gleiche Chancen erhalten. Einer abgelehnten Anwärterin hat das Oberlandesgericht Karlsruhe nun 13.000 Euro Entschädigung zugestanden. dpa

Nur wenige Frauen kommen nach ganz oben. Das „Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz“, auch als „Antidiskriminierungsgesetz“ bekannt, soll zumindest dafür sorgen, dass männliche und weibliche Bewerber gleiche Chancen erhalten. Einer abgelehnten Anwärterin hat das Oberlandesgericht Karlsruhe nun 13.000 Euro Entschädigung zugestanden.

KarlsruheWegen einer diskriminierenden Stellenanzeige hat das Oberlandesgericht Karlsruhe einer abgelehnten Bewerberin eine Entschädigung von rund 13.000 Euro zugesprochen. Die als Personalleiterin tätige Frau hatte sich auf eine Anzeige „Geschäftsführer gesucht“ beworben. Als ihre Bewerbung nicht berücksichtigt wurde, forderte sie Entschädigung wegen geschlechtsbezogener Benachteiligung.

Das OLG gab ihr recht: Der Begriff „Geschäftsführer“ sei eindeutig männlich und werde weder durch den Zusatz „/in“ noch eine Ergänzung „m/w“ erweitert, teilte das Gericht am Freitag mit. Deshalb habe die Bewerberin Anspruch auf Entschädigung nach dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG). Angemessen sei der Betrag eines Monatsgehalts, hier also rund 13.000 Euro. Der Betrag müsse auch abschreckende Wirkung haben, um Arbeitgeber künftig von ähnlichen Verstößen abzuhalten (Az. 17 U 99/10).

Von

dpa

Kommentare (1)

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Thomas-Melber-Stuttgart

16.09.2011, 14:57 Uhr

Da erübrigt sich wohl jeder Kommentar.

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