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11.01.2017

14:51 Uhr

Ditib und Erdogan

Linke fordert von NRW-Regierung Ende der Kooperation mit Ditib

Die Linksfraktion im Bundestag hat an die NRW-Landesregierung appelliert, ihre Zusammenarbeit mit der türkisch-islamischen Ditib zu stoppen. Diese sei ein „verlängerter Arm“ des türkischen Präsidenten Erdogan.

Die Abgeordnete der Partei Die Linke kritisiert die NRW-Regierung. dpa

Sevim Dagdelen (Linke)

Die Abgeordnete der Partei Die Linke kritisiert die NRW-Regierung.

DüsseldorfDie Linksfraktion im Bundestag hat an die nordrhein-westfälische Landesregierung appelliert, ihre Zusammenarbeit mit der türkisch-islamischen Ditib zu stoppen. Diese fungiere „als verlängerter Arm“ des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan, Ditib-Imame seien „als Spitzel für den türkischen Geheimdienst“ tätig, warf die integrationspolitische Sprecherin der Linksfraktion, Sevim Dagdelen, dem größten Islam-Dachverband in Deutschland vor.

Im Integrationsministerium in Düsseldorf kamen am Mittwoch Vertreter der Ditib und der rot-grünen Regierung zusammen, um über ihre Zusammenarbeit zu beraten. Der „reguläre Fachaustausch“ umfasse „jegliche aktuellen Fragen“, sagte eine Sprecherin des Ministeriums, ohne nähere Angaben zu machen.

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Ditib hatte jüngst nach Spionagevorwürfen gegen Imame des von Ankara abhängigen Verbands eine Untersuchung angekündigt. Die „Welt“ und die regierungskritische Zeitung „Cumhuriyet“ hatten berichtet, angebliche Anhänger des in den USA lebenden Predigers Fethullah Gülen würden bespitzelt. Die türkische Regierung macht ihn für den Putschversuch im Juli verantwortlich und geht gegen dessen Anhänger rigoros vor.

Innenminister Ralf Jäger (SPD) hat die Zusammenarbeit mit der Ditib bei einem Präventionsprogramm gegen radikalen Salafismus bereits beendet. Der Verband ist aber weiter in einem Beirat für den Islamischen Religionsunterricht an NRW-Schulen vertreten. Ditib strebt eine Anerkennung als Religionsgemeinschaft an – Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) war hier deutlich auf Distanz gegangen.

Von

dpa

Kommentare (2)

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Account gelöscht!

11.01.2017, 16:10 Uhr

Herr Mark Hoffmann11.01.2017, 15:09 Uhr
Es langt schon, wenn wir mit der Grün-Sozialistischen Merkel wieder in einen grün-linken"Nazi-Deutschland" wieder angekommen sind.

Account gelöscht!

11.01.2017, 16:26 Uhr

Herr Mark Hoffmann11.01.2017, 15:09 Uhr
Es langt schon, wenn wir mit der Grün-Sozialistischen Merkel wieder in einen grün-linken"Nazi-Deutschland" wieder angekommen sind.

Herr Peter Spiegel11.01.2017, 16:13 Uhr
Obama hat in Nazi-Deutschland Asyl beantragt. Kim Jong-un hat es genehmigt.

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