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14.12.2016

13:30 Uhr

DIW

Wirtschaft wächst, Etatüberschüsse schwinden

Für die deutsche Wirtschaft sieht die Zukunft rosig aus. Im kommenden und darauffolgenden Jahr soll sie weiter wachsen. Trotzdem wird es vermutlich kaum Spielraum für Steuersenkungen und Sozialausgaben geben.

Gerade zur Weihnachtszeit sind die Kaufhäuser überfüllt mit Einkaufswütigen. Doch in den kommenden Jahren könnte sich die Kaufkraft verringern. dpa

Shoppinglaune

Gerade zur Weihnachtszeit sind die Kaufhäuser überfüllt mit Einkaufswütigen. Doch in den kommenden Jahren könnte sich die Kaufkraft verringern.

BerlinDie deutsche Wirtschaft wird nach Einschätzung von Ökonomen ihren Aufwärtstrend in den kommenden beiden Jahren fortsetzen. Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) rechnet nach einem Plus von 1,8 Prozent in diesem Jahr zwar nur mit 1,2 Prozent Wachstum im Jahr 2017. Das sind aber 0,2 Punkte mehr als im September erwartet. Für 2018 liegt die Prognose bei 1,6 Prozent, wie das DIW am Mittwoch in Berlin mitteilte. Wachstumstreiber bleibe der private Konsum, der aber etwas an Dynamik verlieren dürfte. Auch höhere Energiepreise könnten die Kaufkraft verringern.

Das DIW weist zudem auf deutlich zurückgehende Überschüsse in den öffentlichen Haushalten hin. Daher gebe es im kommenden Jahr kaum finanzpolitischen Spielraum für Steuersenkungen und Sozialausgaben.

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Von wegen „Rekordinvestitionen“. Der Bundeshaushalt 2017 ist kein „Erfolgshaushalt“, wie die Bundesregierung schwärmt. Vielmehr verkommt er immer mehr zu einem Sozialhaushalt. Ein Kommentar.

In diesem Jahr werden die staatlichen Haushalte laut DIW zusammen ein Plus von 26 Milliarden Euro ausweisen, 2017 werden es voraussichtlich nur 4 Milliarden sein und 2018 ergebe sich sogar ein kleines Defizit.

„Die Einnahmen des Staates steigen zwar weiter, aber moderater als in den vergangenen Jahren, unter anderem weil das Tempo des Beschäftigungsaufbaus nachlässt“, stellte die DIW-Finanzexpertin Kristina van Deuverden fest. Sie rechnet 2017 mit einem Anstieg der Einnahmen um rund zwei Prozent. Dem stehe eine Ausgabenerhöhung um 3,7 Prozent gegenüber, vor allem wegen mehr Sozialleistungen

Von

dpa

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