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16.01.2016

13:29 Uhr

Dobrindt gegen Gabriel

Koalition streitet über Kaufprämien für Elektroautos

Mit 5000 Euro will Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel Autokunden zum Kauf eines Elektrofahrzeugs bewegen. Doch Alexander Dobrindt sperrt sich: zu klein die Wirkung, zu groß der Mitnahmeeffekt, so der Verkehrsminister.

5000 Euro Kaufprämie : Das entspreche vielfach den Mehrkosten für ein Elektrofahrzeug gegenüber einem konventionellen Auto, so Gabriels (r.) Rechnung. dpa

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5000 Euro Kaufprämie : Das entspreche vielfach den Mehrkosten für ein Elektrofahrzeug gegenüber einem konventionellen Auto, so Gabriels (r.) Rechnung.

München/BerlinDie Koalition streitet über mögliche Kaufprämien für Elektroautos. Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) wandte sich am Samstag in der „Süddeutschen Zeitung“ gegen entsprechende Pläne von Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD). „Wir wollen der Elektromobilität einen Schub verleihen und zusätzliche Dynamik erzeugen“, sagte Dobrindt. „Direkte Kaufprämien tragen als Teil einer Lösung dazu kaum bei.“

Dobrindt sagte weiter, das Ergebnis von Kaufprämien seien „große Mitnahmeeffekte und kleine Wirkung“. Gabriel hatte einen Plan ausgearbeitet, wonach es künftig eine Prämie von 5000 Euro beim Kauf eines Elektrofahrzeugs geben soll. Dies soll Teil eines Förderprogramms für E-Autos sein.

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Bisher kommt die Elektromobilität hierzulande nur schleppend in Gang. Im vergangenen Jahr wurden nach Angaben des Kraftfahrt-Bundesamtes gerade einmal 12.300 Elektro-Autos neu zugelassen. Bis 2020 sollten ursprünglich eine Million Elektroautos auf deutschen Straßen unterwegs sein.

Dobrindt setzt dagegen nach eigenen Angaben eher auf den Ausbau der Infrastruktur für E-Mobile und Anreize für einen Umstieg bei Fahrzeugflotten.

SPD-Fraktionsvize Hubertus Heil verteidigte Gabriels Vorstoß. Bislang seien Elektroautos um rund 5000 Euro teurer als vergleichbare Fahrzeuge mit konventionellem Antrieb. Dies könnten sich Normalverbraucher oft nicht leisten, sagte Heil der Funke-Mediengruppe. Die Prämie könne diese Lücke schließen. Heil warnte: „Wir dürfen in Deutschland den Anschluss nicht verlieren.“

Von

afp

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