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16.05.2013

13:02 Uhr

Dokumentation

„Unverschämte und dreiste Beleidigung“

Das Handelsblatt-Interview mit AfD-Chef Bernd Lucke schlägt bei unseren Lesern hohe Wellen. Wir dokumentieren einen Teil der Reaktionen, die uns per Mail oder Facebook erreicht haben.

Das Interview mit AfD-Gründer Bernd Lucke schlägt hohe Wellen. dpa

Das Interview mit AfD-Gründer Bernd Lucke schlägt hohe Wellen.

Reaktionen per Mail:
Von K.I. - AfD Parteimitglied: (...) „Ihr Artikel mit der obigen Bezeichnung empfinde ich als AfD-Mitglied und überzeugter Europäer, sich sorgender Familienvater von 3 Töchter, Steuer- und Sozialversicherungszahler und ehrlicher Bürger als eine UNVERSCHÄMTE und DREISTE BELEIDIGUNG! Was in Gottes Namen bilden Sie sich ein, so einen verunglimpfenden und unwahren Text zu verfassen und zu publizieren? Wir sind KEINE NAZIS und wir WOLLEN KEINE NAZIS in unserer Partei! Wir haben mit der NPD überhaupt nichts am Hut und wenn Sie nicht in angemessener Zeit eine Richtigstellung veröffentlichen, erwäge ich zusammen mit Rechtsanwaltskollegen eine Klage gegen Sie und das Handelsblatt wegen GROBEN UNFUGS und bewusste Falschmeldung! Wir sind ehrliche Menschen die sich Sorgen um Deutschland machen und stehen weder RECHTS noch LINKS! Wir sind vernünftig und setzen auf objektive, sachliche Argumentation! Ich fordere Sie hiermit auf das klar zu stellen oder Sie werden einen Shitstorm erleben, den Sie nicht aufhalten können!“

Von Philipp Ritz:
(..) „Ihre Analyse ist mindestens so lückenhaft wie das Wahlprogramm der AfD. Denn darin steht weit mehr als nur die Ablehnung des Euros. Ich kenne die Beweggründe von sehr vielen AfD-Mitgliedern und weiß: Es geht ihnen nicht nur um den Euro. Mit Ihrem Kommentar tun Sie dem ansonsten seriösen Handelsblatt keinen Gefallen. Sie stehen in der Analyse Seite an Seite mit Patrick Döring. Das sollte zu denken geben.“

Von „Commander“:
(...) „Ich bekenne mich dazu, die AFD zu wählen. Nun bin ich in Ihren Augen also ein Nazi. So etwas zu behaupten ist sicherlich Strafbar.“

Von Sebastian Geese:
(...) „ich habe mich schon häufiger in letzter Zeit über Artikel im Handelsblatt geärgert. Aber der Artikel „AfD Chef will NPD Wähler gewinnen“ ist an Unverschämtheit kaum zu überbieten. Es werden hier Worte und Tatsachen verdreht bis ein Bild entsteht, das überhaupt nicht mit der Realität übereinstimmt. (...)“

Von Dennis Augustin:
(...) „ Ich bin enttäuscht. Kritische Berichte sind in Ordnung, so etwas nicht. Das ist mieseste Propaganda im Sinne ihrer Definition. Wenn das freie Presse ist: Gute Nacht. Sie drängen indirekt mich und den gesamten konservativen Mittelstand (der sich in meinem Bekanntenkreis fast ausschließlich Gen AfD orientiert) an den rechten Rand. Das lasse ich nicht unkommentiert stehen.(...)“

Von Mattujes:
(...) „Ich werde euch (...) verklagen, wenn ihr eure Hetze gegen die AfD mit rechtsextreme Parolen nicht sofort einstellt. Ihr seid dabei, das große Schuldproblem, was die Deutschen immer noch haben nach den Nazis, auszunutzen und zu missbrauchen .....Entschuldigt euch öffentlich!“

Von Rolf Zimmermann:
(...) „ich habe den Artikel „AfD-Chef will NPD-Wähler gewinnen“ gelesen. Warum um Himmels Willen verdreht das Handelsblatt die Worte von Bernd Lucke in einem solch katastrophalen Ausmaße? Warum soll die AfD (eine Partei, dominiert von äußerst gebildeten Leuten) denn so krampfhaft in die rechte Ecke gestellt werden? Warum wollen Sie ihre Leser für so dumm verkaufen? Glauben Sie allen Ernstes, dass Ihre Leser einen dermaßen plumpen Diffamierungsversuch nicht erkennen und dass sie nicht wütend darüber sein werden, dass Sie sie offenbar für blöd halten? Also wenn eine Zeitung einen Artikel mit einer vorsätzlich völlig verfehlten Überschrift veröffentlicht, dann verliert sie in meinen Augen jegliche Seriosität. Wenn Sie über ein Gewissen und über Verstand verfügen, dann muss Ihnen diese Aktion höchst peinlich sein!“

Von Mathieu Rech:
„Stoppen Sie bitte diese dämliche Propaganda gegen die AfD. Dr. Josef Goebbels wäre stolz auf solche „Enkelkinder“ wie sie.“

Von Marion Schimmelpfennig:
„Was ich heute hier (...) gelesen habe, ist wieder einmal ein Paradebeispiel dafür, wie Journalisten, die die Berufsbezeichnung nicht verdient haben, mit einer tendenziösen Überschrift Stimmung machen. Ekelerregend!!! Schämen Sie sich nicht? Nicht wenigstens ein bisschen? „Stimmen vom rechten Rand“ oder „NPD-Wähler“ ist nicht dasselbe wie „Protestwähler“ oder „enttäuschte Wähler, die eigentlich gar nicht rechts sind“. Oder sind Ihnen die Feinheiten der deutschen Sprache nicht geläufig? Doch, doch, das sind sie. Und das machte das Ganze so schlimm. Wie in der Politik geht es auch Ihnen nicht um die Sache, sondern um ganz andere Dinge. Sehen Sie besser nicht in den Spiegel, sonst wird Ihnen vielleicht schlecht.“

Von Dieter Staudt:
„Als ehemaliger Jungsozialist und Mitglied der SPD bin ich über den oben genannten Artikel des Handelsblatts brüskiert. Ich protestiere gegen Ihren Versuch mich mit der NPD und rechtem Gedankengut in Zusammenhang zu bringen. Ich bin seit den ersten Tagen Mitglied der AfD und habe in dieser Zeit eine Vielzahl Gleichgesinnter kennen gelernt. Einen NPDler oder auch rechtsextremen Zeitgenossen habe ich dabei nicht ausgemacht. Ihr Versuch die AfD in die rechte Ecke zu schieben ist ungehörig. Sie sollten lieber bei der Partei forsten, die das Verbot der NPD zu Fall gebracht hat.“

Von Julian Herzog:
(...) „Ich hoffe, Sie werden Maßnahmen eingehen und dafür sorgen, die Wahrheit an das Volk zu bringen, denn das sollte die obligatorische und moralische Verantwortung jeder Presse sein, diese Macht nicht ausnutzen und der Allgemein hilft, also den Menschen nichts außer die absolute Wahrheit zu schildern, sodass die Bürger und Bürgerinnen sich eine eigene Meinung mit den korrekten Fakten bilden können.“

Von Michael Maile:
(...)„ Mit Empörung habe ich Ihren unsachlichen und populistischen Artikel über die AfD und deren angebliche Rechtsradikalität gelesen. Mit solchen Überschrift und einseitigen Berichten kommen Sie ihrem Informationsauftrag in meinen Augen nicht nach.
Ich bitte Sie, zukünftig sachlich und objektiver zu berichten. Ich selber bin ein CDU/Grünen Wähler, tendiere aber mittlerweile aufgrund der fraglos hohen Wirtschaftskompetenz der AfD-Verantwortlichen stark zu dieser Partei und finde Ihren Artikel schlichtweg unverschämt (...) “

Von Heinz-Dieter Fiedler:
(...) „Ich erwarte eine umgehende Richtigstellung der von Ihrem Chefredakteur Menzel ausgesprochenen Verdrehungen in Bezug auf die AfD. Ansonsten ist für mich das Handelsblatt von der Liste der seriösen Zeitungen gestrichen. Eine solche offensichtliche Verdrehung von Aussagen in einem Interview ist eines Journalisten unwürdig (...)“

Per Facebook:

Von Levi Ché Stoll:
(...) „Ich bin langjähriger begeisternder Leser ihrer Zeitung und schätze ihre Objektivität in den verschiedensten Themen. Aber dass sie in ihrem Artikel „AfD-Chef will NPD-Wähler gewinnen“ aus potentiellen AfD Wählern allesamt NPD Sympathisanten machen, finde ich anmaßend. Ich möchte hier nicht als Verteidiger dieser Partei auftreten, aber wieso muss die Partei sich dauerhaft gegen NAZI VORWÜRFE verteidigen. Setzen Sie sich bitte weiter objektiv und sachlich mit den Forderungen der AfD auseinander und fallen sie nicht auf billige Floskeln von Herrn Döring rein (Die AfD zeige jetzt ihr wahres Gesicht), die nur dem Wahlkampf geschuldet sind.“

Von Lutz Feldmann:
(...) „Die Meldung zur AfD ist journalistischer Dilettantismus. Andersdenkende nach Rechts abzudrängen - ein Armutszeugnis - macht euren Saftladen einfach zu.“

Von Tobias Leo Heller:
(...) „Zu ihrem Beitrag „AfD-Chef will NPD-Wähler gewinnen“: Mich haben Sie als Leser definitiv verloren. Sie sollten sich was schämen!“

Von Klaus Biella:
(...) „Ihr Artikel über die AfD strotzt nur so vor Verallgemeinerungen und Unterstellungen. Das ist Journalismus der untersten Kategorie...“

Leserbriefe zum Lucke-Interview: Liebe AfD-Freunde . . .

Leserbriefe zum Lucke-Interview

Liebe AfD-Freunde . . .

Das Handelsblatt hat zahlreiche Zuschriften zur Berichterstattung über die AfD erreicht. Online-Chefredakteur Oliver Stock antwortet mit einem Brief an die vielen Schreiber.

Kommentare (48)

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Ho-Ka

16.05.2013, 13:05 Uhr

Denkt die Redaktion wirklich, dass hier alles Nazis schreiben?

Account gelöscht!

16.05.2013, 13:20 Uhr

...also ich kann den September noch gut abwarten... ...oder aussitzen... ...je nachdem... :-)

Account gelöscht!

16.05.2013, 13:22 Uhr

...mimimi... war übrigens Beaker aus der Muppet-Show, wenn ich mich recht erinnere...

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