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26.08.2013

15:43 Uhr

Doppel-Wahl in Hessen

Zwei Wahlen mit insgesamt vier Stimmen

Am 22. September ist Bundestagswahl. Doch die Bürger in Hessen dürfen statt zwei insgesamt vier Kreuze setzen: Sie wählen an diesem Tag auch noch einen neuen Landtag. Das Wahlrecht im Überblick.

Blick auf das Eingangsportal des hessischen Landtags in Wiesbaden: Doppel-Wahl am 22. September. dpa

Blick auf das Eingangsportal des hessischen Landtags in Wiesbaden: Doppel-Wahl am 22. September.

WiesbadenFür Wähler und Organisatoren in Hessen wird die Doppelwahl am 22. September eine große Herausforderung: Rund 4,4 Millionen Hessen sind aufgerufen, zugleich einen neuen Bundestag und einen neuen Landtag zu wählen. Jeder Wahlberechtigte kann insgesamt vier Stimmen vergeben – zwei entscheiden mit über die künftige Bundesregierung in Berlin, zwei über die nächste Landesregierung in Wiesbaden.

Die Funktion der Stimmen ist bei beiden Wahlen gleich: Mit der Erststimme werden die Direktkandidaten in den Wahlkreisen gewählt, die einfache Mehrheit genügt dabei. Mit der Zweitstimme entscheiden die Wähler über Erfolg oder Misserfolg der Parteien. Denn nach der Zahl dieser Stimmen wird die Zahl der Sitze im Parlament bemessen – vorausgesetzt, die Partei überspringt die Fünf-Prozent-Hürde.

Die direkt gewählten Kandidaten aus den Wahlkreisen erhalten ihren Sitz aus diesem Kontingent. Auch die auf der Parteiliste notierten Politiker erhalten der Reihe nach Sitze im Landtag, die vorderen Plätze auf den Listen sind also die sichersten. Es besteht aber kein Zwang, Erst- und Zweitstimmen abzugeben.

Während der Bundestag für vier Jahre gewählt wird, dauert die Legislaturperiode in Hessen fünf Jahre. Das Parlament in Wiesbaden hat laut Landesverfassung 110 Sitze, 55 Abgeordnete werden aus den Wahlkreisen direkt in den Landtag gewählt, 55 Abgeordnete kommen von den Listen der Parteien. Hinzu könnten Überhang- und Ausgleichsmandate kommen, wenn eine oder mehrere Parteien mehr Direktmandate erreichen, als ihnen nach dem Zweitstimmenverhältnis zustehen.

Wahlberechtigt sind alle Bundesbürger, die mindestens 18 Jahre alt sind. An der Landtagswahl kann nur teilnehmen, wer zusätzlich bereits mindestens drei Monate vor dem 22. September seinen Wohnsitz in Hessen hatte.

Von

dpa

Kommentare (2)

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Angela-Wendehals

26.08.2013, 15:59 Uhr

Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte achten Sie auf unsere Netiquette: „Nicht persönlich werden“ http://www.handelsblatt.com/netiquette

zombie1969

15.09.2013, 12:50 Uhr

Zumindest die Bayern dürften heute die Rotgrünen etwas zurückstutzen und so ihr weltoffenes Bayern mit seinen tüchtigen Menschen weiter an der Spitze in D halten. Zustände wie in Hessen möchte man in Bayern offenbar weiterhin vermeiden.

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