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23.09.2012

13:22 Uhr

Drei Biografien auf einen Schlag

„Mr. Klartext“ auf allen Kanälen

VonHeike Anger

Peer Steinbrück schlägt um sich und trifft dieses Wochenende die Banken. Gleich drei Biografien über den möglichen SPD-Kanzlerkandidaten sind auf dem Markt. Geben seine Gegner auf und überlassen ihm die Show?

Drei Biografien sind derzeit über Peer Steinbrück auf dem Markt. dapd

Drei Biografien sind derzeit über Peer Steinbrück auf dem Markt.

BerlinAls zuletzt Gerüchte kursierten, die SPD könne früher als bislang erwartet ihren Kanzlerkandidaten küren, da mag manch ein Verlagsmanager nervös geworden sein. Nicht auszudenken, wenn Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier jetzt das Rennen machte oder sich Parteichef Sigmar Gabriel aus Übermut gar selbst nominierte. Damit würden umgehend Bücher zu Ladenhütern mutieren, die doch eigentlich Bestseller werden sollen: Steinbrück-Biografien.

Gleich drei Lebensberichte über den ehemaligen Bundesfinanzminister Peer Steinbrück, der zur SPD-Troika der möglichen Kanzlerkandidaten zählt, drängen derzeit auf den Buchmarkt. Am Mittwochabend präsentierte der Droemer-Verlag in Berlin „Steinbrück. Biographie“ von Eckart Lohse und Markus Wehner. Die beiden Korrespondenten der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“ sind vorzügliche Beobachter und Interpreten. Das hatten sie zuletzt mit ihrer pointierten Biografie über den Hochstapler zu Guttenberg gezeigt.

Auch dem Heyne-Verlag schien die unklare Lage bei den Genossen zu brenzlig zu werden. Er zog die eigentlich für November geplante Veröffentlichung von „Steinbrück. Die Biografie“ kurzerhand vor. Das von dem Berliner „Focus“-Chef und früherem Handelsblatt-Ressortleiter Daniel Goffart verfasste Werk erscheint an diesem Montag. Die Laudatio wird Schleswig-Holsteins FDP-Fraktionschef Wolfgang Kubicki halten, der Steinbrück schon als Wirtschaftsminister in Kiel erlebte und über ein ähnlich großes Ego wie der SPD-Politiker verfügt.

Möglicher Kanzlerkandidat: Steinbrück will Deutsche Bank aufspalten

Möglicher Kanzlerkandidat

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CSU-Politiker Theo Waigel traut dem ehemaligen Finanzminister Peer Steinbrück (SPD) eine Kanzlerschaft zu. Dessen frischem Konzept zur Regulierung der Finanzmärkte zufolge, muss sich die Deutsche Bank warm anziehen.

Strategisch klüger, da schon seit Juni auf den Büchertischen, war „Peer Steinbrück“ vom dtv-Verlag platziert worden. Das Buch von SPD-Experte und „Welt“-Autor Daniel Friedrich Sturm zeichnet ein kritisches Bild des potenziellen Kanzlerkandidaten: Steinbrück kultiviere das „Image des Anti-Politikers“ und agiere selbstzerstörerisch. Seine Partei beschimpfe er als verstaubt, ideologisch, borniert und irrational. Bekannte Sozialdemokraten gratulierten dem Autor bereits zu seinen Beobachtungen. Und die erste Auflage ist fast verkauft.

Nach der Steinbrück-Show im Oktober vergangenen Jahres - Ausrufung als bestmöglicher SPD-Kanzlerkandidat durch Altkanzler Helmut Schmidt, begleitet vom gemeinsamen Buch „Zug um Zug“, einer „Spiegel“-Titelgeschichte und dem TV-Auftritt bei Günther Jauch - rollt nun die Steinbrück-Biografie-Welle über Deutschland hinweg.

Kommentare (10)

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Account gelöscht!

23.09.2012, 14:59 Uhr

...Steinbrück kultiviere das „Image des Anti-Politikers“ und agiere selbstzerstörerisch...
-----------------------------
stimmt
Steinbrück ist ein überheblicher Fatzke, der sich maßlos selbst überschätzt

Irrenhaus

23.09.2012, 15:28 Uhr

Nicht nur das. Er ist vor allem einer der Hauptverursacher der Krise und der Transferunion (Deregulierung der Banken, Derivate, Zockereien der staatlichen Landesbanken, schon vergessen? und immer mit dabei: Asmussen, der aalglatte Drahtzieher auch von Schäuble). Wer so einen dann auch noch erneut wählt, dem ist nicht mehr zu helfen.

Zeitgeister

23.09.2012, 15:40 Uhr

Und nun nehmt doch endlich hin, dass ich was Besond'res bin!!!
Ja, klar. Und besonders von Gestern. Und Schuld. Und laut.
Alles, was es braucht ... für Frau Merkel!
Wann haben wir in Deutschland endlich mal wieder eine Opposition, die den Namen auch verdient?!

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