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24.01.2008

11:23 Uhr

Drei Fragen an: Ottmar Edenhofer

„Quoten sollten handelbar werden“

VonFerdinand Knauss

Der stellvertretende Direktor des Potsdamer Institus für Klimafolgenforschung im Gespräch über die Wirkungskraft des EU-Pakets, Verbesserungen im Emissionshandel, und die Chancen für ein neues, weltweites Klimaschutzabkommen.

Sind Sie aus einer Kosten-Nutzen-Perspektive mit dem Klimaschutzpaket der Europäischen Kommission zufrieden?

Ich bin im Großen und Ganzen zufrieden. Die Reduktion der Emissionen um 21 Prozent und die Erhöhung des Anteils erneuerbarer Energien auf 20 Prozent sind ein guter Einstieg. Wichtig ist mir aber, dass man noch eine Regelung findet, wie die Quoten für erneuerbare Energien handelbar zu machen sind. Ich würde es begrüßen, wenn sie mittelfristig handelbar würden. Bisher setzt die Europäische Kommission in dieser Frage auf Freiwilligkeit.

Wird die Europäische Union damit ihrem globalen Führungsanspruch in Klimaschutzfragen gerecht?

Diese Frage ist eindeutig zu bejahen. Eines der schönsten Ergebnisse des Klimaschutzpakets ist die Verbesserung des Emissionshandels. Damit meine ich vor allem die Einführung von Versteigerungen anstelle der kostenlosen Zuteilung von Emissionsrechten an die Unternehmen und die Einbeziehung weiterer Treibhausgase.

Verändern sich durch das Programm der Europäischen Union die Chancen für ein weltweites Klimaschutzabkommen in der Nachfolge des Kyoto-Protokolls?

Ja. Wenn der Emissionshandel effektiver wird, bedeutet das einen Anreiz für die Vereinigten Staaten und andere Länder. Wir hätten damit ein Rollenmodell dafür, wie man wirtschaftlich effizient das Klima schützen kann. Dadurch verbessern sich natürlich auch die Chancen für ein neues weltweites Klimaschutzabkommen.

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