Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

30.04.2012

15:19 Uhr

Dritte Runde

Verhärtete Fronten im Tarifstreit der Banken

Im Tarifkonflikt der Banken ist vor der dritten Verhandlungsrunde keine Annäherung in Sicht. Verdi solle einen Teil der Forderungen zurücknehmen, hieß von Arbeitsgeberseite. Es geht auch um Haftungsrisiken für Berater.

Die Gewerkschaft hatte bereits zu Warnstreiks aufgerufen. ap

Die Gewerkschaft hatte bereits zu Warnstreiks aufgerufen.

BerlinVor der dritten Verhandlungsrunde im Tarifkonflikt der Banken sind die Fronten verhärtet. Die Arbeitgeber forderten die Gewerkschaft Verdi auf, einen Teil ihrer Forderungen vom Tisch zu nehmen. „Wir können erst dann über Gehalt reden, wenn Verdi die Tarifagenda bei den Sachthemen deutlich verkürzt“, teilte Verhandlungsführer Ulrich Sieber am Montag in Berlin mit.

Konkret geht es den Banken um Regelungen zum Gesundheitsschutz und zum Schutz von Beratern vor Konsequenzen aus dem Anlegerschutzgesetz, auf die Verdi pocht. Nach Darstellung der Gewerkschaft bergen verschärfte Vorschriften Haftungsrisiken für die Berater. „Beide Themen sind bereits gelöst, es gibt hier keinen weiteren tariflichen Regelungsbedarf“, erklärte dagegen der Vorsitzende der Tarifgemeinschaft öffentlicher Banken, Thomas Christian Buchbinder.

Die Tarifverhandlungen für die 220.000 Beschäftigten der öffentlichen und privaten Banken waren Ende März ergebnislos vertagt worden. Am kommenden Donnerstag soll in Frankfurt weiter verhandelt werden. Verdi verlangt unter anderem sechs Prozent mehr Geld bei einer Vertragslaufzeit von zwölf Monaten.

Die Gewerkschaft hatte in den vergangenen Tagen zu Warnstreiks aufgerufen, um den Druck auf die Banken zu erhöhen. Gewerkschafter kritisierten, dass die Arbeitgeberverbände bislang kein verhandlungsfähiges Angebot vorgelegt hätten.

Von

dpa

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×