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26.02.2011

09:31 Uhr

Drohender Völkermord

Trittin für Aufnahme Hunderter Flüchtlinge

Grünen-Fraktionschef Jürgen Trittin fordert von der deutschen Bundesregierung ein schnelleres Handeln. Die vorübergehende Aufnahme einiger hundert Flüchtlinge wäre seiner Ansicht nach gerechtfertigt.

Jürgen Trittin: Der Grünen-Fraktionschef fordert die Bundesregierung zum Handeln auf. Quelle: dpa

Jürgen Trittin: Der Grünen-Fraktionschef fordert die Bundesregierung zum Handeln auf.

SaarbrückenAngesichts der dramatischen Situation in Libyen hat sich Grünen-Fraktionschef Jürgen Trittin für eine zeitweilige Aufnahme von Flüchtlingen ausgesprochen. „Im Rahmen einer vernünftigen Lastenteilung zwischen den EU-Staaten wäre Deutschland sicher nicht überfordert, wenn es 500 oder 1000 Flüchtlinge vorübergehend aufnimmt“, sagte Trittin der „Saarbrücker Zeitung“.

Nach UNO-Recht hätten solche Menschen keinen Anspruch auf politisches Asyl, erläuterte Trittin. „Das bedeutet, wenn sich die Lage in Libyen oder Tunesien wieder beruhigt, müssen sie in ihre Heimatländer zurückkehren.“ Zugleich kritisierte er die Blockadehaltung der Bundesregierung in dieser Frage. „Wenn es darum geht, schnell und unkompliziert zu helfen, darf Deutschland nicht im Abseits stehen“, forderte der Grünen-Politiker. „Was gegenwärtig in Libyen passiert, hat zweifellos die Grenze zum Völkermord erreicht.“

Von

dapd

Kommentare (9)

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free11

26.02.2011, 11:44 Uhr

was soll man dazu sagen? Die wollen doch IHRE Freiheit! Die sollen IHR Land aufbauen! Den ersten Schritt dazu machen sie gerade! Sie wollten es so! Dann müssen sie das auch durchstehen!! Ein Libyeaner meinte denn auch im Fernsehen: "wir wollen nach Tunesien oder Ägypten, nicht nach Europa!!!" Trit(t)-Ihn - diese Oppositionskommentare sind reine, billige Profilierungsrhetorik!! Die träumen hier von Arbeit, die es für die eigenen Staatsbürger immer weniger gibt. Vorallem in einer (deutschen) Gesellschaft voller narzistischer Ressentiments. Wie soll das gehen??

Account gelöscht!

26.02.2011, 12:46 Uhr

Wir sollten das als Chance wahrnehmen Fachkräfte für die Wirtschaft zu gewinnen. Wir benötigen Jährlich mehrere 100000 Zuwanderer, um den Fachkräftemangel zu lindern. Der Zuzug aus Lybien, Agypten und Tunesien wäre ein guter Anfang. Deswegen, Daumen hoch für Trittin!

fstockel

26.02.2011, 13:17 Uhr

Noch gibt es keine Flüchtlinge aus diesem Land und schon wird wieder das deutsche Sozialsystem angeboten. Nicht das ich nicht dafür wäre, Menschen in Not zu helfen, jedoch nicht wie bisher unter Anwendung unseres Asylverfahrens,bei dem man sich gute 2 Jahre hier auf Kosten der Steuerzahler leben kann, Geld welches wir nicht haben! Unsere gesamte Infrastruktur geht schon seit Jahren nebst unserem Wohlstand dank solcher Politik den Bach runter!

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