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26.12.2011

13:31 Uhr

Duisburgs OB

Sauerland hält Bürgerinitiative für Mogelpackung

Duisburgs Oberbürgermeister Adolf Sauerland (CDU) will nur von seinem Posten zurücktreten, wenn einer seiner Mitarbeiter vor Gericht schuldig gesprochen werden sollte. Den Bürgerentscheid hält er für eine Mogelpackung.

Sauerland klebt weiter an seinem Stuhl. dapd

Sauerland klebt weiter an seinem Stuhl.

München/DuisburgAls Mogelpackung und Initiative von SPD und Linken hat Duisburgs Oberbürgermeister Adolf Sauerland (CDU) den geplanten Bürgerentscheid über seine Zukunft kritisiert. Im Magazin „Focus“ kündigte er zugleich an, nur dann von seinem Posten zurücktreten zu wollen, wenn einer seiner Mitarbeiter wegen der Loveparade-Katastrophe Mitte 2010 von einem Gericht schuldig gesprochen werden sollte. Bei der Katastrophe waren 21 Menschen gestorben und 500 verletzt worden. Die Staatsanwaltschaft ermittelt derzeit gegen elf Mitarbeiter Sauerlands.

Am 12. Februar kommenden Jahres sollen die Duisburger über einen Antrag zur Abwahl ihres Oberbürgermeisters entscheiden. Mit einer Unterschriftenkampagne hatte eine Bürgerinitiative einen entsprechenden Bürgerentscheid durchgesetzt. Vielen gilt der 56-jährige Sauerland als einer der Hauptschuldigen der Loveparade-Katastrophe. Sauerland beteuerte dagegen erneut, er trage an der Tragödie keine Schuld. „Es ist noch niemandem eine Schuld nachgewiesen worden. Und solange das kein Gericht getan hat, bleibe ich im Amt“, sagte er.

Darüber hinaus wies Sauerland die gegen ihn erhobenen Korruptionsvorwürfe zurück: „Alles Quatsch.“ Es gebe keinen Zusammenhang zwischen einer Spende an die CDU und der Vergabe von Bauaufträgen an die Projektentwickler Stephan Kölbl und Markus Kruse. Derzeit geht die Staatsanwaltschaft Vermutungen nach, dass die Spenden an die CDU für Sauerlands Wahlkampf in Höhe von 38.000 Euro im Zusammenhang mit Bauprojekten geflossen sein könnten.

Von

dpa

Kommentare (2)

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Account gelöscht!

26.12.2011, 23:40 Uhr

Zu dieser vom Bürger zwangsweise alimentierten Type ist schon alles geschrieben worden. Leider gibt es zu viele davon.

AndreAdrian

27.12.2011, 20:04 Uhr

Wiederwahl ausgeschlossen

Auch wenn Hr. Sauerland OB bis zum Ende seiner Wahlzeit bleibt, die Wiederwahl ist ausgeschlossen. Es dürfte interessant sein wohin er nach seiner Politiker-Zeit geht. Hr. Koch aus Hessen ist ja ganz schnell zu einer Baufirma gegangen. Wenn Hr. Sauerland auch so schnell einen Spitzenposten in der Bauwirtschaft findet, dann wird im nachhinein das eine oder andere bestimmt verständlich. Warten wir ab.

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