Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

20.05.2017

14:15 Uhr

E-Autos

Merkel will Batterien in Deutschland bauen lassen

Zur Zeit müssen Hersteller von Elektro-Autos noch auf Batterien für E-Autos aus dem Ausland zurückgreifen. Bundeskanzlerin Angela Merkel möchte das ändern. In Zukunft sollen sie in Deutschland produziert werden.

„Wir wissen, dass sich in der Automobilindustrie Grundlegendes ändern wird.“ Reuters

Angela Merkel

„Wir wissen, dass sich in der Automobilindustrie Grundlegendes ändern wird.“

BerlinBundeskanzlerin Angela Merkel dringt darauf, neue Batteriezellen für Elektro-Autos auch in Deutschland entwickeln und bauen zu lassen. „Für die weitere Entwicklung der Elektromobilität wäre es schon wünschenswert, bei den neuen Zelltypen dann auch dabei zu sein, wenn neue Entwicklungen da sind“, sagte die Kanzlerin in ihrer Video-Botschaft vom Samstag. „Und wenn wir in der Forschung hier dabei sind - auch bei den Prototypen - dann gibt es, glaube ich, auch bessere Chancen, wieder eine moderne Produktion der nächsten Zellgeneration auch nach Europa und Deutschland zu bekommen“, ergänzte sie. Derzeit müssen die Batteriezellen, die Einzelteile für hierzulande produzierte Batterien, von asiatischen Zulieferern beigesteuert werden.

Merkel sprach die grundlegenden Veränderungen in der Automobilindustrie an, die in der deutschen Industrie eine Schlüsselrolle spielt. Mit Blick auf das Vordringen von Elektro-Antrieben wies sie auf die Entwicklung einer Lithium-Bipolar-Batterie hin. Diese Batterien machten Reichweiten bis zu 1.000 Kilometer möglich – „und das wäre natürlich dann schon ein großer Fortschritt“, sagte Merkel. „Wir wissen, dass sich in der Automobilindustrie Grundlegendes ändern wird“. Diese Veränderungen versuche die Regierung mit Hilfe der Plattform „Elektromobilität“ zu begleiten, „um einfach alle Akteure zusammenzunehmen“. Das Bundesforschungsministerium fördert nach Merkels Worten die Batterieforschung jährlich mit 35 Millionen Euro. „Wichtiger aber sind noch die Konstruktionen, dass wir also wirklich Cluster bilden und Zentren bilden.“

Merkel nimmt am kommenden Montag an der Grundsteinlegung für die zweite Batteriefabrik der „Deutschen ACCUmotive GmbH & Co. KG“ in Kamenz teil.

Von

rtr

Kommentare (1)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Herr Thomas Zauner

24.05.2017, 16:17 Uhr

Merkel sollte das Geld, dass in die Elektroprämie und Baterieforschung verpulvert wird, besser in den Ausbau der Lade-Infrastruktur investieren, und zwar nicht in nutzlose 50kw "Schnelladestationen" sondern in mindestens 150 kw Stationen, um die Elektroautos fernreisetauglich zu machen, dann würde sie den Verkauf wirklich ankurbeln. Ohne diese Infrastruktur wird das nie was.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×