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23.04.2015

10:27 Uhr

E-Books

Regierung will Preisbindung auch für E-Books

Künftig sollen auch E-Books per Gesetz der Preisbindung unterliegen. So will es die Große Koalition. Eine Preiserhöhung für elektronische Buchausgaben werde es aber nicht geben. Das gefällt nicht allen.

Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel: „Unser Gesetzentwurf ist ein Signal an die gesamte Buchbranche, dass wir uns für die Interessen der Leserinnen und Leser einsetzen.“ dpa

E-Book in der Bibliotheks-Ausleihe

Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel: „Unser Gesetzentwurf ist ein Signal an die gesamte Buchbranche, dass wir uns für die Interessen der Leserinnen und Leser einsetzen.“

BerlinDie Bundesregierung will die Preisbindung für Bücher in einem Gesetz ausdrücklich auch für elektronische Ausgaben festschreiben. Das Bundeswirtschaftsministerium verschickte nach eigenen Angaben vom Donnerstag einen entsprechenden Änderungsentwurf für das Buchpreisbindungsgesetz an die Länder und zuständigen Verbände.

Darin werde klargestellt, „dass auch elektronische Bücher unter die Preisbindung fallen“, erklärte das Ministerium. Eine Erhöhung des Preisniveaus für die E-Books werde es dadurch aber nicht geben. Das Gesetz regle, dass die Preisbindung für alle Buchverkäufe an Verbraucher in Deutschland gelte.

Die Vorteile von E-Readern

Augenfreundliches Display

Die meisten E-Reader arbeiten nicht mit einem klassischen Bildschirm, sondern elektronischem Papier. Diese Technologie strahlt selbst kein Licht aus, sondern reflektiert es nur - und sie flimmert auch nicht. Damit ermüden die Augen beim Lesen nicht so schnell. Auch bei hellem Licht gibt es keine Probleme.

Lange Akkulaufzeit

E-Reader sind wahre Ausdauerwunder: Da der Stromverbrauch niedrig ist, kommen Nutzer über Wochen mit einer Akkuladung aus.

Geringes Gewicht

Die meisten E-Reader sind Leichtgewichte: Das aktuelle Kindle-Modell von Amazon bringt beispielsweise weniger als 170 Gramm auf die Waage. Gleichzeitig passen hunderte Bücher in den Speicher - gerade für den Urlaub ist das sehr komfortabel.

Nachschub auch unterwegs

Einige Modelle haben ein Mobilfunk-Modul und ermöglichen es so, auch unterwegs neues Lesefutter herunterzuladen.

„Unser Gesetzentwurf ist ein Signal an die gesamte Buchbranche, dass wir uns für die Interessen der Leserinnen und Leser einsetzen“, sagte Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel.

Damit werde ein Beitrag zum Erhalt der Vielfalt der Buchtitel und der Buchhandlungen geleistet. Mit der geplanten Gesetzesänderung reagiert die Bundesregierung auf den steigenden Anteil der über das Internet verkaufen Bücher sowie den Vormarsch von elektronischen Büchern am Markt. Mit dem Entwurf wird zudem ein Vorhaben aus dem Koalitionsvertrag umgesetzt.

Während der traditionelle Buchhandel seit langem schon eine Verwässerung der Buchpreisbindung fürchtet, stehen weite Teile des Online-Buchhandels diesem Instrument kritisch gegenüber.

Von

rtr

Kommentare (2)

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Herr Markus Gerle

23.04.2015, 12:19 Uhr

Zitat: "„Unser Gesetzentwurf ist ein Signal an die gesamte Buchbranche, dass wir uns für die Interessen der Leserinnen und Leser einsetzen“, sagte Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel."

Was faselt der Wirtschaftminister ohne Ahnung von Wirtschaft jetzt schon wieder? Staatlich geschützte Monopole sind nie im Interesse des Konsumenten. Hier geht es darum, die Verlage zu schützen und die Umwelt zu schädigen. Anstatt möglichst viele Bücher elektronisch zu vertreiben, sollen weiterhin möglichst viele Bäume abgeholzt werden, mit Tinte bedruckt werden und auf klassischem Wege durch die Lande kutschiert werden. Auch sollen die Verlage weiterhin die Macht haben, zu entscheiden, was überhaupt veröffentlicht wird.
Als ob es weniger Vielfahlt an Literatur in Ländern ohne Buchpreisbindung gäbe. So langsam zweifele ich an dem Verstand dieser Witzfigur. Unglaublich, dass ich so einen Typen über meine Steuern auch noch bezahlen muss.
Dieser Gabriel sollte sich mal fragen, warum Medikamente in Deutschland extrem teuer sind, ja warum wir überhaupt das teuerste aber bei weitem nicht beste Gesundheitssystem der Welt haben. Um weitere Beispiele staatlich geschützter Branchen aufzuzeigen, reicht hier der Platz nicht.
Kaum haben wir keine einzige liberale oder konservative Partei mehr im Bundestag, geht es immer schneller Richtung DDR 2.0. Es wird Zeit für den Steuerstreik.

Herr Julius Ceasen

23.04.2015, 12:48 Uhr

Die Buchpreisbindung ist heute tatsächlich nicht mehr zeitgemäß, die digitale Verbreitung ist kaum noch mit Kosten verbunden und bietet daher auch speziellen Nischenprodukten eine gute Möglichkeit zur Marktplatzierung. Das Fatale an der Sache ist nun aber, dass damit tatsächlich die Preise für die Konsumenten in die Höhe getrieben werden.

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