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07.03.2011

12:54 Uhr

E10

FDP stellt Röttgens Biosprit-Strategie infrage

Der umstrittene Biosprit E10 droht für Umweltminister Röttgen zur Megapleite zu werden. Die FDP will nun bei der Markteinführung plötzlich nichts mehr übers Knie brechen und riskiert damit einen Koalitionskrach.

Unter Zugzwang: Norbert Röttgen. Quelle: dapd

Unter Zugzwang: Norbert Röttgen.

BerlinBei der Einführung des Biosprits E10 gerät Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) zunehmend in die Defensive. Vor dem Benzin-Gipfel am Dienstag stellen die Koalitionspartner FDP und CSU die weitere Einführung von E10 grundsätzlich infrage. Die Mineralölwirtschaft verwies auf die massive Ablehnung der Autofahrer und forderte die Politik auf, die richtigen Konsequenzen zu ziehen.

FDP-Generalsekretär Christian Lindner sagte, E10 müsse auf den Prüfstand. „Wenn nötig, muss die ganze Biosprit-Strategie und insbesondere ihr Zeitplan überdacht werden“, sagte er der „Rheinischen Post“. Der Verkehrsexperte der FDP-Bundestagsfraktion, Patrick Döring, forderte, die Einführung von E10 nach dem Chaos an den Tankstellen zu stoppen. „Die Verbraucher müssen zunächst Klarheit und Sicherheit bekommen“, sagte er dem „Tagesspiegel“. Auf ein paar Monate komme es nicht an.

Der Vorsitzende der CSU-Gruppe im Europa-Parlament, Markus Ferber, sagte am Montag in Brüssel: „Angesichts des Chaos mit dem E10-Sprit muss die Einführung gestoppt werden.“ Die EU verlange erst ab dem Jahr 2020 einer höhere Beimischung von Bioethanol. Öl- und Autoindustrie hätten neun Jahr Zeit, einen Sprit zu entwickeln, den jeder Motor verträgt.

Röttgen will E10 jedoch weiterhin bundesweit durchsetzen. „Fast alle Autos vertragen das neue Benzin, und wir haben dafür gesorgt, dass die rund sieben Prozent älteren Modelle, die es nicht vertragen, unbefristet weiter das alte E5 tanken können“, sagte der Minister der „Saarbrücker Zeitung“. Beim Benzin-Gipfel, zu dem Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP) eingeladen hat, müsse es jetzt darum gehen, „die Verunsicherung beim Verbraucher gemeinsam abzubauen“, sagte Röttgen.

Kommentare (9)

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poolliter

07.03.2011, 13:40 Uhr

Wenn´s wirklich um Umweltschutz ginge, könnte die Regierung in kürzester Zeit eine Allgemeine Geschwindigkeitsbegrenzung einführen. Das würde mehr bringen, es gäb wahrscheinlich ein paar weniger Tote und Verletzte und weniger Stress beim fahren. Und Deutschland würde dabei ja nur der, in diesem Punkt vernünftigeren restlichen Welt, folgen. Das Hauptwerbeargument für den Kauf eines Porsche in den USA: "The right car for the German Autobahn" würde dabei natürlich verlorengehen.

Account gelöscht!

07.03.2011, 13:44 Uhr

Von dem Herrn Röttgen hab ich auch mal soviel gehalten wie von dem Herrn zu Guttenberg - bei oberflächlicher Betrachtung. Die Zeiten in denen der Bürger für die Politiker- und Bonzenkasten nur lästige Manövriermasse war, gehen dank der "Revolution Internet" zu Ende. Kopf um Kopf werden die "Volksdiener" die sich bislang als die Herren fühlten ausgetauscht, bis eine demokratische Gesellschaft die auch diesen Namen verdient entstanden ist. Macht nur um ihrer selbst Willen hat keinen Bestand haben, das wird Frau Merkel und Seilschaft bald erkennen müssen

Wasserstofftechnik

07.03.2011, 13:51 Uhr

Hat die Frau Merkel alle Politiker zu "alternativlosen" und "basta" Politiker erzogen.
Ich weigere mi aus Prinzip jeden Blödsinn, der "alternativlos" und "basta" ist mit zu machen wo ich das selbst entscheiden kann.
Ich komme gerade von der Schweiz, da ist weder in Diesel noch Benzin Biosprit drin, auch nicht 5 %, das ist nochmals ein
Verbrauchsvorteil gegenüber E10
Ich kann nur sagen, Ihr Penner, baut die Wasserstofftechnik auf, schnell und habt alle riesige Vorteile:
1. Keine 3600 KM Hockspannngsleitungen durch D
2. Wasserstoff ist speicherbar in Gas und Flüssiger Form
3. Die Energieversogung Wasserstofftechnik erfolgt
regional
4. Mit Wasserstofftechnik kostet die Energieeinheit die
Hälfte gegenüber der Stromtechnik und Mineralöltechnik
5. Wir brauchen zum Heizen und Antrieb kein Öl mehr
6. Vorhandene Erdgasleitungen können benutt werden

Sie wohl jeder ein, aber die in Berlin, basta, nicht
Die vergäuden unser Voksvermögen

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