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29.09.2012

15:30 Uhr

EADS/BAE-Fusion

Rösler pocht auf deutsch-französisches Gleichgewicht

Bundeswirtschaftsminister Rösler knüpft die Fusion von EADS und BAE Systems an Bedingungen: Unter anderem soll das Gleichgewicht zwischen Deutschland und Frankreich auch nach dem Zusammenschluss erhalten bleiben.

Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) stellt Bedingungen an eine Fusion. dapd

Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) stellt Bedingungen an eine Fusion.

BerlinDie Genehmigung einer Fusion der Luftfahrt- und Rüstungskonzerne EADS und BAE Systems ist nach den Worten von Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) an Bedingungen geknüpft. Dazu zähle, dass das Gleichgewicht zwischen Deutschland und Frankreich nach einem Zusammenschluss erhalten bleibt und Deutschland keine Einbußen als Produktionsstandort hinnehmen muss.

„Eine Fusion von EADS und BAE Systems bietet unbestreitbare Chancen, gleichwohl muss auch Deutschland bei einem Zusammenschluss seine Interessen wahren“, sagte Rösler der „Welt am Sonntag“. Bisher hält sich die Einflussnahme von Frankreich und Deutschland bei EADS mit seiner Tochter Airbus die Waage, wobei die deutschen Interessen vom Autokonzern Daimler als Großaktionär wahrgenommen werden. Bei der britischen BAE Systems sind keine Staaten direkt oder indirekt Großaktionäre.

Die von den Konzernen angestrebte Fusion kann jedoch nur mit Zustimmung der beteiligten Regierungen umgesetzt werden. Neben Deutschland, Frankreich und Großbritannien reden auch die USA und die EU-Kommission mit. Knackpunkt ist vor allem das sensible Rüstungsgeschäft. Rösler betonte, gerade auf dem nordamerikanischen Markt hätte das fusionierte Unternehmen Wachstumschancen. Eine offizielle Stellungnahme der Regierungen zu dem Vorhaben wird bis zum 10. Oktober erwartet.

„Deutschlands Stärke liegt vor allem in der Produktion von Hochtechnologie“, sagte der FDP-Chef der Zeitung. „Diese Kapazitäten dürfen nicht beschnitten, sondern müssen weiter gestärkt werden.“ Und auch im neuen Konzern müsse „die Balance zwischen Deutschland und Frankreich gesichert sein“.

EADS und BAE Systems würden zusammen mit rund 75 Milliarden Euro Umsatz und mehr als 220.000 Beschäftigten in der zivilen Luftfahrt und im Rüstungsgeschäft auf Augenhöhe mit dem US-amerikanischen Rivalen Boeing agieren. Für die rund 50.000 deutschen Mitarbeiter hatte EADS bereits eine Standortgarantie abgegeben. Die Regierungen sollen eine sogenannte „goldene Aktie“ bekommen, die ihnen auch ein Vetorecht bei feindlichen Übernahmen sichert.

Von

dpa

Kommentare (7)

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lilli

29.09.2012, 15:44 Uhr

Dieses Ross mit seinen rhetorischen Wolkenbrüchen aus der Stallecke, nicht einmal mehr wiehernd, immer wieder nur noch möchte-gern-strategische Luft schnaubend um nicht vergessen zu versinken, soll doch die abgewetzten Hufknarren, die nur noch hohl um den Erhalt der "Freien-Drei-Prozent" scharren, in der Stinkeecke halten!

LJA

29.09.2012, 16:32 Uhr

Falls Sie, außer unflätigen Beleidigungen, auch etwas sachliches zum Thema beitragen können, dann scheuen Sie sich bitte nicht, es uns wissen zu lassen.

Account gelöscht!

29.09.2012, 16:32 Uhr

Herr Reuter und Herr Schremp haben sich eine Welt-AG eingebildet und mit Chrysler umgesetzt.
Ergebnis:
MBB zerstört
Chrysler ist Fiat-Tochter nach Rettung durch US-Steuerzahler
Daimler ist in Deutschland nun drittklassig
Reuter und Schremp sind Rentner der Betriebe die sie heruntergewirtschaftet haben.
Nun strebt Herr Enders einen zivil-militärischen Weltkonzern mit EADS (F und D) und BAe (GB)an:
Status zu GB:
-Nicht in €-Zone
-EU-Querulant
-USA-orientiert
Status zu BAe:
-Hat Airbusanteile vor Jahren verkauft
-Hat keinen Anteil am Zivilmarkt
-Lebt derzeit noch vom US-Militärmarkt
-Der US-Militärmarkt halbiert sich nach der US-Wahl
-BAe verliert den Marktanteil in USA
Status zu EADS:
-Für Eurofighter fehlen interessierte Abnehmer
-Frankreich hat EADS in Indien ausgestochen
-Für A400M fehlen interessierte Abnehmer
-Die Bedeutung von EADS basiert auf Airbus
-Airbus ist über viele Jahre mit Aufträgen ausgelastet
-EADS-Börsenkapitalisierung bereits nach Fusionsankündigung um 25 % eingebrochen
Fazit:
-Herr Enders sollte die Finger von dieser Fusion lassen!
-Herr Enders soll sich darum kümmern, daß Lastenhefte und Terminpläne eingehalten werden
-Herr Enders sollte dafür sorgen, daß Technologieen vor dem Einsatz einsatzfähig entwickelt sind
-Herr Enders sollte sich um ein nachhaltiges Nachfolge-Antriebssystem kümmern.

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