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26.09.2014

14:49 Uhr

Ebola-Bekämpfung

Deutsche Freiwillige wohl in vier Wochen bereit

Trotz aller Schulungen und Schutzmaßnahmen steht fest: Wer sich für den Einsatz in Ebola-Gebieten meldet, braucht Mut. Unter den Tausenden von deutschen Freiwilligen sind auch etliche Reservisten.

Am Donnerstag hatte die Bundeswehr ihren ersten Ebola-Hilfsflug mit Material nach Dakar im Senegal gestartet. dpa

Am Donnerstag hatte die Bundeswehr ihren ersten Ebola-Hilfsflug mit Material nach Dakar im Senegal gestartet.

Koblenz/BerlinDie ersten Freiwilligen der Bundeswehr könnten ihre Arbeit in den von Ebola betroffenen Gebieten Westafrikas möglicherweise in einem Monat aufnehmen. „Wir werden voraussichtlich in vier Wochen die ersten unten haben“, sagte ein Sprecher des Kommandos Sanitätsdienst der Bundeswehr in Koblenz (Rheinland-Pfalz) am Freitag der dpa.

In Koblenz bereitet eine Task Force Ebola den Einsatz vor. Die Ausbildung der Freiwilligen soll nach Angaben des Verteidigungsministeriums am Bundeswehrkrankenhaus in Hamburg stattfinden.

Nach dem Aufruf von Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) haben bereits rund 4500 Soldaten und Zivilisten per Telefon oder Email ihre Bereitschaft bekundet, in der Krisenregion zu helfen - darunter Ärzte, Techniker und Logistiker. „Da ist ein großer Teil Bundeswehr-Leute und Reservisten dabei“, sagte eine Sprecherin des Verteidigungsministeriums in Berlin. Es sei wegen der notwendigen Vorbereitungen aber nicht garantiert, dass die Helfer bereits im Oktober Hilfe leisten können.

Am Donnerstag hatte die Bundeswehr ihren ersten Ebola-Hilfsflug mit Material nach Dakar im Senegal gestartet. An Bord war auch ein Vorauskommando, das den Aufbau der Luftbrücke in die liberianische Hauptstadt Monrovia mit zwei Transall-Maschinen übernehmen wird. Nach Angaben des Ministeriums ist nicht ausgeschlossen, dass die Bundeswehr-Maschinen später auch andere Gebiete anfliegen werden, in denen das tödliche Virus wütet.

Die Zahl der registrierten Infizierten ist laut WHO in Guinea, Liberia, Sierra Leone, Nigeria und Senegal inzwischen auf 6263 gestiegen.

Von

dpa

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