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08.01.2010

15:13 Uhr

Effekte

Erstmals Wirkung der Konjunkturpakete berechnet

Als erstes Bundesland hat Hamburg die Wirkung der eigenen und bundesweiten Konjunkturmaßnahmen in der Krise untersuchen lassen und daraus ein konkretes Wirtschaftswachstum errechnet.

Containerterminal Altenwerder. Hamburg ließ die Wirkung der Konjunkturpakete berechnen. dpa

Containerterminal Altenwerder. Hamburg ließ die Wirkung der Konjunkturpakete berechnen.

HB HAMBURG. Für Hamburg ergab sich laut Berechnung ein Wirtschaftswachstum von zusätzlich 0,4 Prozent. „Wir hätten ohne das Konjunkturpaket in Hamburg ein Minuswachstum gehabt“, resümierte Wirtschaftssenator Axel Gedaschko am Freitag bei der Vorstellung der Untersuchung zu den Effekten der Investitionen von Bund und Land, die in Hamburg insgesamt 750 Millionen Euro ausmachten.

Nicht allein die Kurzarbeit habe die Beschäftigungslage vergleichbar stabil gehalten, sagte der CDU-Senator. „Der Effekt durch das Konjunkturpaket soll 2010 in der Stadt bei deutlich über 4000 Arbeitsplätzen liegen.“ Darüber hinaus habe man auch eine längerfristige Wirkung erzielen können, da die Mittel überwiegend in die Bereiche Forschung, Entwicklung und Bildung geflossen seien.

Die mit der Studie beauftragte Beratungsgesellschaft Prognos hat eigenen Angaben zufolge neben den Auswirkungen auf Beschäftigung und Wachstum auch die konsequente Durchsetzung der Maßnahmen überprüft. „Die Maßnahmen wurden in Hamburg zum richtigen Zeitpunkt auf den Weg gebracht, müssen jetzt aber auch wirklich umgesetzt werden“, sagte der Leiter der Prognos-Strukturpolitik, Holger Bornemann.

An dem Investitionsvolumen von insgesamt 750 Millionen Euro war das Land Hamburg mit 54 Prozent beteiligt, 46 Prozent kamen aus dem Konjunkturpaket II der Bundesregierung. Nach Angaben des Wirtschaftssenators wurden mit diesem Geld 210 Vorhaben in Angriff genommen.

Kommentare (2)

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Jonas

08.01.2010, 23:52 Uhr

Hab ich das richtig gelesen, 750 Mio haben 4000 Arbeitsplätze 1 Jahr gesichert?
Das sind 187000 EUR pro Arbeitsplatz, den sicher nicht die Arbeitnehmer bekommen haben, die sie aber gerne bekommen hätten.

Also Herr Gedaschko, bei welchen betrügern ist der Rest des Geldes hängen geblieben? Und warum unternimmt die Stadt für diese offensichtliche Unterschlagung von Geldern nichts? Auch ich hätte ein interesse daran, daß diese Gelder denjenigen zu Gute kommen, für die sie gedacht waren, schliesslich ist es auch mein Steuergeld, welches Sie in offenkundig unsachgemässer Verwendung verschleudern.

Wenn es 75Mio für 4000 gewesen wäre, die im Durchschnitt mehr als 18750 EUR bekommen hätten, dann hätte man von einem Effekt reden können, aber bei 750 Mio wurde das Geld nur verschleudert.

WS

09.01.2010, 00:36 Uhr

huhu, und wieder 2 Grad globale Erwärmung ... und das auch noch ohne CO²...

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