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26.05.2011

20:40 Uhr

EHEC-Erreger

Firma in Spanien wehrt sich

Nachdem das EHEC-Bakterium an Gurken aus Spanien nachgewiesen wurde, glaubt der Geschäftsführer der Firma aus Malaga, sie müssten als Südenbock herhalten. Er betont: „Wir haben nichts zu verbergen“

Salatgurken liegen an einem Marktstand in München. Quelle: dpa

Salatgurken liegen an einem Marktstand in München.

MadridEin Agrarbetrieb in Südspanien, aus dem eine der vom Hamburger Hygiene-Institut untersuchten Salatgurken mit dem EHEC-Erreger stammen soll, hat sich gegen die Vorwürfe aus Deutschland zur Wehr gesetzt. „Ich habe das Gefühl, wir müssen als Sündenbock herhalten“, sagte der Geschäftsführer der Firma aus Málaga am Donnerstag der Nachrichtenagentur dpa. Man habe in Deutschland anscheinend schnell einen Schuldigen gebraucht.

Die kontaminierte Gurke gehörte nach seinen Worten zu einer Lieferung, die am 12. Mai nach Hamburg gegangen war. Auf dem Großmarkt sei die Palette mit den Gurken jedoch Tage später zu Boden gestürzt. Das habe das Unternehmen von dem dortige Kunden erfahren.

Möglicherweise sei die Gurke dabei verunreinigt worden, ergänzte der Geschäftsführer. „Dass dies bei uns geschehen sein soll, ist jedenfalls völlign ausgeschlossen.“ Nach einem Hinweis aus Deutschland seien sowohl die auf Ökoprodukte spezialisierte Firma sowie die Zulieferer inspiziert worden.

„Nirgendwo wurden EHEC-Erreger entdeckt.“ „Wir haben nichts zu verbergen“, betonte der Geschäftsführer weiter. Der Betrieb arbeite seit 1996 mit Importeuren in Deutschland zusammen und habe noch nie Probleme gehabt. „Wir haben sämtliche Qualitätszertifikate.“ Bitter sei, dass deutsche Kunden nun reihenweise Bestellungen stornierten. Das Unternehmen müsse mit täglichen Verlusten von Zehntausenden Euro rechnen.

Von

dpa

Kommentare (5)

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Vet.

26.05.2011, 22:24 Uhr

Die Firma sollte mal die Beregnungsanlagen kontrollieren bevor sie Entwarnung gibt. Durch verunreinigtes Beregnungswasser sind schon in mehreren Ländern EHEC Kontaminationen z.B. über Salat und Spinat dokumentiert.

Account gelöscht!

26.05.2011, 23:06 Uhr

Typisch deutsch.

Kein Wunder, dass sich die Deutschen weltweit immer unbeliebter machen. Dieses Verhalten ist einfach zum Kotzen. Alles besser wissen wollen und selbst blöd wie Bananen.

In diesem Fall - ich wohne in Málaga - war mir von Anfang an klar, dass die Seuche aus Spanien kommen muss, obwohl hier alle kerngesund sind. Diese deutschen Drecksbauern sollten sich schämen!!!

Account gelöscht!

26.05.2011, 23:13 Uhr

Es gibt hier keine Beregnungsanlagen. Alle Pflanzen (auch Gurken) werden direkt an der Wurzel bewässert, um Wasser zu sparen.

Außerdem ist es verboten, geschäftsschädigende Behauptungen aufzustellen, wenn man absolut keine Beweise hat. Ich würde die Deutschen sofort auf Schadensersatz verklagen.

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