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06.06.2011

20:23 Uhr

EHEC-Panik

Entschädigungen für Bauern

Die Angst der Verbraucher vor dem EHEC-Erreger bekommen die Landwirte schmerzhaft zu spüren. Die Rufe nach einem Entschädigungsprogramm werden lauter.

Ein Landwirt vernichtet mit seinem Traktor ein Feld mit Blattsalaten von der Sorte Lollo Bionda im südpfälzischen Weingarten. Aufgrund der EHEC-Krise mit der dadurch fallenden Nachfrage an Salat und Gemüse, müssen die Landwirte ihre Ernte vernichten. Quelle: dapd

Ein Landwirt vernichtet mit seinem Traktor ein Feld mit Blattsalaten von der Sorte Lollo Bionda im südpfälzischen Weingarten. Aufgrund der EHEC-Krise mit der dadurch fallenden Nachfrage an Salat und Gemüse, müssen die Landwirte ihre Ernte vernichten.

Berlin Die Umsatzverluste der deutschen Gemüsebaubetriebe hätten sich bis Montag auf etwa 50 Millionen Euro erhöht - diesen Schaden könnten die Gemüsebauern nicht allein tragen, sagte der Präsident des Deutschen Bauernverbandes Gerd Sonnleitner laut einer Mitteilung vom Montagabend.

Durch EHEC-Ausbruch und Verzehrwarnungen seien die Gemüsebaubetriebe in Deutschland „unverschuldet in die schwerste Krise seit Tschernobyl“ geraten. „Die wirtschaftlichen Probleme werden von Tag zu Tag größer“, sagte Sonnleitner. Er forderte Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner auf, sich schnell gegenüber Brüssel und mit den Bundesländern für eine Entschädigungsregelung einzusetzen, die die tatsächlich in den Betrieben eingetretenen Verluste ausgleiche. Hierfür sei es notwendig, „die eingetretenen Verluste rechtssicher in jedem Betrieb festzustellen“.

Die EU-Agrarminister wollen am Dienstag bei ihrem EHEC-Sondertreffen über mögliche Hilfen für Bauern entscheiden. Das Treffen war am Montag kurzfristig einberufen worden. Die EU-Kommission arbeite bereits an einem Vorschlag für Ausgleichszahlungen, sagte der Sprecher von EU-Landwirtschaftskommissar Dacian Ciolos. „Wir hoffen, dass wir eine grundsätzliche Einigung finden können.“ Details müssten dann aber noch ausgearbeitet werden. Ministerin Aigner will an dem Treffen in Luxemburg teilnehmen.

Von

dpa

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