Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

19.12.2012

11:55 Uhr

Ehrung

Kohl bekommt Nobelpreis-Kopie

Schon seit Jahren gilt Helmut Kohl als Kandidat für den Friedensnobelpreis. Nun hat er ihn bekommen - zumindest in Kopie. EU-Ratspräsident Van Romuy möchte dem Ex-Kanzler so für seine Verdienste danken.

Van Rompuy überbrachte dem CDU-Altkanzler eine Kopie des Friedensnobelpreises. dpa

Van Rompuy überbrachte dem CDU-Altkanzler eine Kopie des Friedensnobelpreises.

Berlin/BrüsselEU-Ratspräsident Herman Van Rompuy hat Altkanzler Helmut Kohl eine Kopie des an die Europäische Union verliehenen Friedensnobelpreises überbracht. Der Belgier habe den 82-Jährigen am Dienstag privat in Ludwigshafen besucht, bestätigte die Leiterin des Kohl-Büros, Marion Scheller. Der Altkanzler war wegen seiner Verdienste um die europäische Einigung selbst jahrelang als Favorit für den größten aller Friedenspreise gehandelt worden. Der Nobelpreis war der Europäischen Union am 10. Dezember für sechs Jahrzehnte erfolgreicher Aussöhnungspolitik verliehen worden.

Van Rompuy schrieb in einer Erklärung, er habe Kohl dafür gedankt, „dass er nach den Ereignissen von 1989 eine Schlüsselrolle bei der Wahrung eines dauerhaften Friedens in Europa gespielt hat“. Der konservative Belgier fügte hinzu: „Was Bundeskanzler Kohl in seiner Generation auszeichnet, ist sein entschlossenes Handeln zum alles entscheidenden Zeitpunkt der europäischen Nachkriegsgeschichte: Nach dem Mauerfall übernahm er die politische Verantwortung für die Wiedervereinigung Deutschlands und für die europäische Einigung.“

Van Rompuy berichtete, er habe mit Kohl über die Lage in Europa gesprochen - „und wir haben beide unsere Zuversicht zum Ausdruck gebracht, dass Europa wieder einmal gestärkt und vereint aus der Krise hervorgehen wird“. Van Rompuy wurde nach eigenen Angaben vom CDU-Europaparlamentarier Elmar Brok begleitet.

Laut „Bild“-Zeitung sagte Kohl: „Wir haben bereits ein großes Ziel erreicht. Auf diesem Weg müssen wir weiter vorangehen. Denn Europa ist unsere Heimat, unsere Gegenwart und unsere Zukunft.“

Van Rompuy setzt laut Nachrichtenagentur Belga seine Besuche bei „Gründervätern“ der Union fort. Am Mittwoch stand eine Visite beim früheren belgischen Premier Leo Tindemans an, der von 1974 bis 1978 sein Land regierte und 1975 einen wichtigen Bericht für die politische Union Europas verfasste. Van Rompuy bereitet die Gipfeltreffen der EU vor und führt diese auch.


Von

dpa

Kommentare (9)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Vicario

19.12.2012, 12:26 Uhr

Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

Account gelöscht!

19.12.2012, 12:42 Uhr


Liebes Handelsblatt,
bitte löscht derartige Menschenverachtende Kommentare, wie den von Vicario, der offenbar nichts vom Leben verstenden hat.

zappenduster

19.12.2012, 12:47 Uhr

Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×