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09.01.2005

10:28 Uhr

Ein-Euro-Jobs zum Wiederaufbau in Katastrophenregion gefordert

Union und FDP: Arbeitslose nach Südasien

Oppositionspolitiker haben gefordert, deutsche Arbeitslose in die südasische Katastrophenregion zu entsenden. Dort sollen sie laut Presseberichten beim Wiederaufbau helfen.

HB BERLIN. Als eine besondere Art der Wiederaufbauhilfe in der von der Flut zerstörten Region in Südasien haben Politiker von Union und FDP haben vorgeschlagen, deutsche Arbeitslose in die Gegend zu entsenden. Wer sich freiwillig dazu melde, könne dann dort bei der Reparatur von Straßen und Häusern helfen, sagte der FDP-Vizevorsitzende Rainer Brüderle der «Bild am Sonntag».

Er forderte: «Die Bundesregierung sollte zusammen mit den Hilfsorganisationen Arbeitslosen gezielt Zeitverträge zum Wiederaufbau anbieten.» In Südasien werde «im Moment jede kundige Hand dringend gebraucht, und für manchen Deutschen kann das der freiwillige Wiedereinstieg in das Arbeitsleben sein».

Der Vorsitzende der schleswig-holsteinischen CDU Peter Harry Carstensen sagte, unter den Millionen Arbeitslosen seien «viele Experten, Facharbeiter und Ingenieure, die anpacken wollen». Falls die betroffenen Länder die Hilfe von deutschen Arbeitslosen in Anspruch nehmen wollten und die dann auch dazu bereit seien, sollte das Vorhaben umgesetzt werden, sagte Carstensen. Das könne zum Beispiel durch Ein-Euro-Jobs unbürokratisch getan werden.

Eine Sprecherin der Bundesagentur für Arbeit (BA) sagte dem Blatt, die Vermittlung von Arbeitslosen auf reguläre Stellen in den Flutgebieten sei möglich. «Wenn Hilfsorganisationen oder Unternehmen Stellen in den Flutgebieten ausschreiben, schauen wir selbstverständlich, ob es bei uns geeignete Bewerber gibt.»

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