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13.11.2014

14:58 Uhr

Eine Milliarde Euro Gesamtkosten

Deutschland entwickelt Eurofighter-Radar mit

Deutschland beteiligt sich an der Entwicklung eines leistungsfähigeren Radars für den Kampfjet Eurofighter. Die Gesamtkosten betragen knapp eine Milliarde Euro – und Deutschland übernimmt einen beträchtlichen Anteil.

Der Eurofighter soll ein neues Radar bekommen. dpa

Der Eurofighter soll ein neues Radar bekommen.

BerlinDeutschland beteiligt sich nach Angaben aus dem Bundestag an der knapp eine Milliarde Euro teuren Entwicklung eines leistungsfähigeren Radars für den Kampfjet Eurofighter. Einen entsprechenden Beschluss habe der Haushaltsausschuss am Donnerstag gegen die Stimmen von Linkspartei und Grünen gefällt, hieß es in Parlamentskreisen. Das Radar soll bis 2021 entwickelt werden. Die Gesamtkosten teilten sich die Programm-Nationen Deutschland, Großbritannien, Spanien und Italien mit dem Herstellerkonsortium, in dem Airbus, Alenia Aermacchi und BAE Systems vertreten sind. Der deutsche Anteil betrage knapp 340 Millionen Euro. Über die Beschaffung des neuen Geräts gebe es noch keine Entscheidung.

Die Opposition hatte zwar grundsätzlich keine Bedenken gegen die Entwicklung eines neuen Radars, kritisierte jedoch, dass das Risiko im Falle von Problemen hauptsächlich auf dem Bund und nicht auf der Industrie laste.

Eurofighter in Zahlen

Abmessungen

Länge: 15,96 m
Höhe: 5,28 m
Spannweite: 10,95 m

Gewicht

Leergewicht: 11.000 kg
Startgewicht: max. 23.500 kg
maximale Zuladung: 7.500 kg

In der Bundeswehr

Die Luftwaffe schafft derzeit insgesamt 140 Eurofighter an – die Zahl war Anfang 2014 von 177 auf den neuen Wert gekürzt worden.

Leistung

Nachbrennerschub: 2 x 90 kN
Höchstgeschwindigkeit: Mach 2,35
Startstrecke: < 700 m
Landestrecke: < 600 m

Der Beschluss über einen knapp 650 Millionen Euro teueren Auftrag zur Wartung und Ersatzteilversorgung des Militärtransporters A400M bis 2018 wurde dagegen verschoben. Voraussichtlich werde darüber in der nächsten Sitzungswoche entschieden, hieß es in Parlamentskreisen. Der Auftrag soll an Airbus gehen.

Von

rtr

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