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30.06.2011

15:25 Uhr

Einigung

Banken beteiligen sich an Griechenland-Rettung

Vertreter von Banken und Regierung haben sich über die Gläubigerbeteiligung an der Hilfe geeinigt.

Hat die Gläubiger in sein Ministerium geladen: Wolfgang Schäuble. Quelle: dapd

Hat die Gläubiger in sein Ministerium geladen: Wolfgang Schäuble.

BerlinDas Bundesfinanzministerium und deutsche Banken haben sich auf eine Gläubigerbeteiligung an einem zweiten Hilfspaket für Griechenland verständigt. Der Beitrag belaufe sich auf insgesamt 3,2 Milliarden Euro, teilte Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) am Donnerstag in Berlin. Deutsche Banken seien mit zehn Milliarden Euro in griechischen Anleihen engagiert.

Eine komplett freiwillige Einbindung der Privatgläubiger ist wichtig, damit Ratingagenturen diese Maßnahme nicht als Zahlungsausfall bewerten. Dies würde die Schuldenkrise in der Euro-Zone wahrscheinlich deutlich verschärfen. Schäuble und Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann betonten, letzte Details würden bis Sonntag geklärt werden.

Am Vormittag hatte es in Verhandlungskreisen geheißen, es zeichne sich eine Lösung ab. „Wir sind nah dran, aber es sind noch ein paar Fragen offen“, hieß es. „Wir sind sehr nah beieinander“. Eine endgültige Einigung sei aber noch nicht erzielt.

Eine Einigung gilt auch als wahrscheinlich, weil sich unter anderem Deutsche-Bank-Chef Ackermann und Commerzbank-Chef Martin Blessing grundsätzlich zu einem Kompromiss bereiterklärt hatten. Danach wollen Banken und Versicherer ihr Kreditengagement in Griechenland strecken. Die freiwillige Laufzeitverlängerung ist an das zuvor ausgehandelte „französische Modell“ angelehnt.

Von

dpa

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