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06.06.2012

20:16 Uhr

Einigung im Tarifstreit

Banker bekommen dickes Gehaltsplus

Im Bankgewerbe haben die Gewerkschaft Verdi und die Arbeitgeber sich auf einen Kompromiss geeinigt. In zwei Stufen werden die Gehälter für die Beschäftigten angehoben. Allerdings nicht um die gewünschten sechs Prozent.

Bankmitarbeiter bei einem Warnstreik: Es gibt Grund zur Freude. dapd

Bankmitarbeiter bei einem Warnstreik: Es gibt Grund zur Freude.

WiesbadenDie Gehälter der 220.000 Beschäftigten des Bankgewerbes steigen in den kommenden beiden Jahren in zwei Stufen um insgesamt 5,4 Prozent. Darauf haben sich die Banken-Arbeitgeber und die Gewerkschaft ver.di am Mittwoch in Wiesbaden geeinigt. Die Gehälter sollen demnach ab Juli um 2,9 Prozent angehoben werden und ab Juli nächsten Jahres noch einmal um weitere 2,5 Prozent steigen, teilten die Bankenarbeitgeber mit. Außerdem erhalten die Beschäftigten eine Einmalzahlung von 350 Euro spätestens im Juli.

Der neue Tarifvertrag soll nach Angaben der Arbeitgeber eine Laufzeit von 26 Monaten haben. Beide Seiten vereinbarten auch eine zweistufige Anhebung der Ausbildungsvergütungen um 50 Euro in diesem und um weitere 45 Euro im Juli nächsten Jahres. Zudem verständigten sie sich auf eine Erklärung zum betrieblichen Gesundheitsschutz.

Ver.di hatte für die Bank-Beschäftigten zunächst sechs Prozent mehr Gehalt gefordert. Die Arbeitgeber hatten vor der Einigung 4,2 Prozent mehr in drei Stufen angeboten.

Von

dapd

Kommentare (15)

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Account gelöscht!

06.06.2012, 21:33 Uhr

Wer so um seinen Arbeitsplatz bangen muss, der hat weit mehr verdient. Und bevor solche Kommentare hier kommen: Der normale kleine Angestellte in der Bankfiliale oder Kreditsachbearbeiter hat nichts mit dieser Krise zu tun.

Mazi

06.06.2012, 21:44 Uhr

Das stimmt. Aber werden hier nicht alle für dumm verkauft? Weshalb?

Man addiert hier einfach die Gehaltssteigerungen der beiden Jahre zusammen und kommt so auf die hohe Gehaltsteigerung, die dann in den Köpfen hängen bleiben soll. Dann kann man auch die Gehaltssteigerungen der letzten 9 Jahre aufadddieren und die nächsten beiden Jahre gleich auch noch dazu. Das ist eine Art wie man sie auf dem Jahrmarkt vom billigen Jakob kennt.

Macht man sich da nicht zu sehr lustig über die Arbeitnehmer? Das hat keinen Stil, das macht man nicht.

harald

06.06.2012, 21:59 Uhr

Man braucht sich ja auch nur mal die überschriften von vergleichbaren Artikel ansehen:

"4,5% mehr Geld: Tarifeinigung in der Chemiebranche" oder
"Tarifverhandlungen: 4,3 Prozent mehr für die Metaller"

beide Gruppen erhalten vergleichbare Gehaltssteigerungen nur bei den Bankern heisst es wieder:

"Dickes Gehaltsplus bei den Bankern"

Langsam nervt das Handelsblatt mit ihrer pauschalen Bankerschelte. Vllt sollten Sie sich auch mal die absoluten Zahlen anschauen und Sie werden feststellen, dass ein VW Bandarbeiter mehr verdient als der normale Bankangestellte hinterm Schalter. Das wirkliche Geld verdient in der Bank nur eine kleine "Elite".

So eine unqualifizierte Pauschalverurteilung haben die normalen Mitarbeiter (und das sind die, die hier betroffen sind!!)) nicht verdient

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