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27.08.2015

09:13 Uhr

Einkommensstatistik

Geringqualifizierte sind stärker armutsgefährdet

Deutschland ist der Wachstumsmotor Europas. Die Wirtschaft floriert. Doch bei vielen Geringqualifizierten kommt das Wachstum nicht an. Im Gegenteil. In Deutschland sind sie stärker armutsgefährdet als vor zehn Jahren.

Geringqualifizierte sind die Verlierer des Wachstums. Sie sind stärker armutgefährdet als vor zehn Jahren. dpa

Einkommensarmut

Geringqualifizierte sind die Verlierer des Wachstums. Sie sind stärker armutgefährdet als vor zehn Jahren.

BerlinGeringqualifizierte droht heute häufiger ein Leben in Armut als noch vor zehn Jahren. 2014 galten 30,8 Prozent der gering qualifizierten Personen ab 25 Jahren in Deutschland als armutsgefährdet, teilte das Statistische Bundesamt am Donnerstag mit. 2005 seien es nur 23,1 Prozent gewesen. Als armutsgefährdet gilt, wer mit weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens auskommen muss. In Deutschland trifft das etwa auf Einpersonenhaushalte mit einem monatlichen Einkommen von weniger als 917 Euro zu. Geringqualifiziert ist, wer ausschließlich einen Hauptschul- oder Realschulabschluss oder gar keinen Hauptschul- und beruflichen Bildungsabschluss besitzt.

Geringqualifizierte sind in den ostdeutschen Bundesländern (einschließlich Berlin) mit 37,5 (2005: 28,6) Prozent häufiger armutsgefährdet als im Westen mit 29,8 (22,3) Prozent. Insgesamt lag die Armutsgefährdungsquote im Osten zuletzt bei 19,2 Prozent und in den alten Bundesländern bei 14,5 Prozent. „Damit war die Quote sowohl in Ost- als auch in Westdeutschland in den letzten zehn Jahren relativ stabil“, erklärten die Statistiker.

Die Angaben des Statistische Bundesamt beruhen auf dem Mikrozensus, der größten jährlichen Haushaltsbefragung in Europa.

Von

rtr

Kommentare (8)

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Herr Peter Spiegel

27.08.2015, 10:29 Uhr

Ist das auf dem Bild der von Broder beschriebene Lumpen-Proletarier ?
http://www.welt.de/print/die_welt/debatte/article145596026/Das-Proletariat-von-morgen.html

Herr Tom Schmidt

27.08.2015, 10:51 Uhr

Natürlich! Was haben wir denn erwartet. Während ini Deutschland die vollkommen fehlgeleitete Hartz-IV-Diskussion geführt wird, wir die Hauptursache doch vollkommen ignoriert:

Wir sind in einen gemeinsamen Markt inklusive Freizügigkeit mit Billiglohnländern eingetreten. Das die Geringqualifizierten die Verlierer des Ganzen sind, ist objektiv klar. Die Selbstbeschränkung darüber nicht zu reden (das wäre ja anti-europäisch), verhindert dann noch die Lösungssuche.

Herr Matthias Moser

27.08.2015, 11:18 Uhr

Was ist das denn für Journalismus. Das ist doch völlig logisch und andersherum wäre es auch sehr ungerecht. Diesen Leuten muß irgendjemand mal beibringen, daß Lernen und Arbeiten Wert hat und ein MUSS ist.
Immer dieser Eiabeia-Och-die-armen-Leute-Journalismus ist des Handelsblattes nicht wert.

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