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25.11.2013

09:52 Uhr

Einkommensunterschiede

Union und SPD für mehr Transparenz bei Managergehältern

Die Vergütung von Managern sorgt wieder für Diskussionen. SPD und Union fordern: Managergehälter müssen transparenter werden. Unternehmen sollen das Maximalverhältnis von Niedrig- und Höchstlöhnen festlegen.

Union und SPD planen, künftig Hauptversammlungen über Vorstandsvergütungen entscheiden zu lassen. dpa

Union und SPD planen, künftig Hauptversammlungen über Vorstandsvergütungen entscheiden zu lassen.

BerlinUnion und SPD wollen in einer großen Koalition börsennotierte Unternehmen zu mehr Transparenz bei Managergehältern verpflichten. Die Unternehmen sollen ein Maximalverhältnis zwischen der Gesamtvergütung von Vorständen und dem durchschnittlichen Arbeitnehmereinkommen festlegen, wie aus einem Papier der Arbeitsgruppe für Inneres und Justiz hervorgeht. Zur konkreten Höhe der Einkommensunterschiede werden darin keine Vorgaben gemacht.

Dem Dokument zufolge planen Union und SPD auch, künftig Hauptversammlungen über Vorstandsvergütungen entscheiden zu lassen. Der Vorschlag dafür soll vom Aufsichtsrat kommen. Über das Papier, das am 13. November vorgelegt wurde und das der Nachrichtenagentur Reuters vorliegt, hatte die "Bild am Sonntag" berichtet.

SPD-Fraktionsgeschäftsführer Thomas Oppermann sagte dem Blatt, im Entwurf des Koalitionsvertrages werde erstmals eine Grenze für Managergehälter eingezogen. „Wo der freie Markt versagt, muss der Staat versuchen, für Gerechtigkeit zu sorgen. Das vernünftige Maß darf bei den Gehältern von Managern nicht verloren gehen.“

Wo sich Schwarz und Rot einig sind (Teil 1)

Mietpreisbremse

Die Länder können – vorerst für fünf Jahre – Mieterhöhungen begrenzen, etwa in begehrten Großstadtvierteln. Wenn Vermieter einen Makler einschalten, müssen sie ihn auch bezahlen.

Mindestlohn

Er wird kommen. Höhe, Beginn und Ausnahmen etwa für den Osten sind ungeklärt. Der Stundenlohn soll jährlich von einer Kommission mit Arbeitgebern und Gewerkschaften festgelegt werden.

Rente

Auch Mütter von vor 1992 geborenen Kindern sollen mehr Rente bekommen, ebenso Geringverdiener und erwerbsgeminderte Beschäftigte. Angestrebt wird die Rente nach 45 Beitragsjahren schon mit 63 ohne Abschläge. Offen ist, was davon bezahlbar ist.

Energiewende

Der Anstieg der Strompreise soll gebremst, die Ökostrom-Förderung reduziert, Industrie-Rabatte reduziert und weniger Windparks gebaut werden.

Europa

Die Vergemeinschaftung von Staatsschulden wird weiter abgelehnt. Die EU soll mehr für Wachstum und gegen Jugendarbeitslosigkeit tun.

Europa

Die Vergemeinschaftung von Staatsschulden wird weiter abgelehnt. Die EU soll mehr für Wachstum und gegen Jugendarbeitslosigkeit tun.

Die Wirtschaft lehnt hingegen strengere Vorschriften ab. „Eine neue gesetzliche Regelung zur Vorstandsvergütung ist nicht erforderlich, weil der Corporate-Governance-Kodex bereits umfassende Transparenzregelungen enthält“, sagte Arbeitgeberpräsident Ingo Kramer der Zeitung.

Die Vergütung von Managern sorgt europaweit seit Jahren für Diskussionen. Die Schweizer lehnten erst am Sonntag eine Initiative ab, die die Gehälter von Spitzenkräften in einem Unternehmen auf maximal das Zwölffache des am niedrigsten bezahlten Mitarbeiters begrenzen wollte.

Von

rtr

Kommentare (4)

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Seinweg

25.11.2013, 10:31 Uhr

Auch bei den Fussballern ist eine Deckelung notwendig, da kann die SPD einmal ihre Klientel testen.

Account gelöscht!

25.11.2013, 11:03 Uhr

Ich bin für mehr Transparenz bei den Politikergehältern, insbesondere was das undurchsichtige Geflecht aus Nebeneinkünften angeht. Noch undurchschaubarer sind die Pensionsregelungen. Das Wort Sozialrente im Zusammenhang mit Politikern zu erwähnen verbietet sich ohnehin.

Account gelöscht!

25.11.2013, 11:21 Uhr

Selbstverständlich pflichte ich auch 'Seinweg' bei. Die Einkünfte von manchen Sportlern und Sportfunktionären sind skandalös. Aber wie stolz sind doch unsere Politiker, wenn sie sich im Fernsehen neben den Sportgrößen zeigen dürfen, selbst wenn diese schon längst ihren Wohnsitz ins Ausland verlegt haben.

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