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01.07.2014

20:42 Uhr

Einsätze für die Bundeswehr

Von der Leyen setzt auf Kampfdrohnen

Verteidigungsministerin von der Leyen hat lange gezögert, jetzt hat sie sich in der Drohnen-Debatte positioniert. Die Bundeswehr soll Kampfdrohnen einsetzen können – und dabei die Zulassung für den Luftraum austricksen.

Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen hat sich für Einsätze mit bewaffneten Drohnen entschieden. dpa

Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen hat sich für Einsätze mit bewaffneten Drohnen entschieden.

BerlinVerteidigungsministerin Ursula von der Leyen will der Bundeswehr den Einsatz von Kampfdrohnen ermöglichen. Nach langem Zögern sprach sie sich in der „Süddeutschen Zeitung“ (Mittwoch) für die Beschaffung bewaffnungsfähiger Drohnen aus, über deren Ausrüstung mit Präzisionsraketen der Bundestag aber im Einzelfall entscheiden soll.

Die CDU-Politikerin will die unbemannten Flugzeuge zunächst für konkrete Auslandseinsätze anmieten. Gleichzeitig soll die Entwicklung einer europäischen Drohne vorangetrieben werden, die aber frühestens in zehn Jahren einsatzfähig sein wird. Am Mittwoch wird von der Leyen ihre Drohnen-Pläne im Bundestag erläutern.

Die Ministerin gab auch bekannt, dass die Unternehmensberaterin Katrin Suder (42) von McKinsey als Staatssekretärin den Rüstungsbereich in ihrem Ministerium neu ordnen soll. Als Konsequenz aus massiven Problemen bei etlichen Großprojekten hatte sie im Februar den Staatssekretär Stéphane Beemelmans in den einstweiligen Ruhestand versetzt.

Über die Anschaffung von Kampfdrohnen wird in Deutschland seit Jahren heftig diskutiert. Die Bundeswehr fordert sie für den Schutz der eigenen Soldaten. Kritiker befürchten, dass die Hemmschwelle für den Einsatz von Gewalt sinkt, weil keine eigenen Soldaten gefährdet werden.

Bisher setzt die Bundeswehr in Afghanistan gemietete Aufklärungsdrohnen aus Israel vom Typ „Heron 1“ ein. Diese sind aber zu klein, um Waffen zu tragen. Dafür kommen die größere „Heron TP“ und die US-Drohnen „Predator“ (Raubtier) und „Reaper“ (Sensenmann) in Frage, die von den Amerikanern beispielsweise in Pakistan zur gezielten Tötung mutmaßlicher Terroristen eingesetzt werden.

Kommentare (5)

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Herr Helmut Paulsen

01.07.2014, 20:12 Uhr

Wer hat Frau von der Leyen den Auftrag gegeben, sich mit einem mal für ferngesteuerte Kampf-Drohnen einzusetzen ?

Soll Deutschland dadurch in Kriege verwickelt werden - weil behauptet werden kann, dass künftig Drohnen-Einsätzen von Deutschen geführt werden ?

Ist das der neue "Teilzeit-Job" mit KiTa der bei der Bundeswehr für Frauen und Männer bereit steht ?

Und mit einem Klick sind die Drohnen ausgeschaltet, denn der Supervisor ALLER Drohnen hat bestimmt ein "AUS-Knopf" und sitzt nicht in Deutschland.

Soll das die neue Bundeswehr sein ?

Herr Woifi Fischer

02.07.2014, 07:54 Uhr

Umstrittene Waffensysteme, Von der Leyen spricht sich für kampffähige Drohnen aus
Was für eine eingebildete Frau im BRD-Verteidigungsministerium!
Von der Leyen entpuppt sich immer mehr als Sprachrohr der Besatzungsmacht USA!
Wenn sie unbedingt einmal einen Krieg mit allen Grausamkeiten erleben will, soll sie nach Syrien oder in ein anderes Land wo Krieg herrscht.
Sie vertritt keine deutsche Verteidigungspolitik, sondern arbeitet dafür, dass die BRD auf der ganzen Welt in Kriegseinsätze eingebunden ist/wird, und dies lehne ich aufs entschiedenste ab.

Sie soll sofort mit ihrer gesamten Familie in den Krieg, der in der Ukraine tobt.
Für mich ist sie eine Kriegstreiberin, warum kämpft sie nicht für einen Friedensvertrag mit den Siegermächten?
Dazu hat sie meinen Segen.

Herr J.-Fr. Pella

02.07.2014, 09:29 Uhr

Dieses verfluchte Kriegsgeschrei, sei es von Frau v.d. Leyen oder von Herrn Gauck, muß von allen geächtet werden.
Der Weg und das Ziel kann und darf nur Frieden bzw. Friedensverhandlungen heißen!
Damit sind Themen wie bewaffnete Drohnen, Eurofighter usw. überflüssig.
Aber Rheinmetall hat ja demnächst H. Niebel als Verstärkung.

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