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14.05.2014

10:58 Uhr

Einsätze verlängert

Bundeswehr-Soldaten bleiben im Ausland

Die Einsätze der Bundeswehr im Kosovo, Mali und vor der libanesischen Küste gehen noch mindestens ein Jahr weiter. Das beschließt das Kabinett. Bei allen drei Mandate könnten noch weitere Soldaten entsendet werden.

BerlinDas Bundeskabinett hat am Mittwoch nach Angaben aus Regierungskreisen die Weichen für die Verlängerung der Militär-Einsätze im Kosovo, vor der libanesischen Küste und in Mali gestellt. Die Regierung habe die unveränderte Verlängerung aller drei Mandate um jeweils ein Jahr beschlossen, hieß es. Die abschließende Entscheidung fällt in einigen Wochen der Bundestag. Im Kosovo ist die Bundeswehr noch mit knapp 700 Soldaten präsent, die als Teil der Nato-Truppe KFOR den Frieden in der ehemaligen serbischen Provinz sichern. Die Obergrenze des Mandats liegt bei 1850 Soldaten. Es ist der zweitgrößte Einsatz der Bundeswehr nach Afghanistan.

In Mali geht es um die weitere Beteiligung Deutschlands am sogenannten Minusma-Einsatz der UN, der beim Lufttransport der Truppen vor Ort hilft. Derzeit sind dafür knapp 80 deutsche Soldaten mit zwei Transportflugzeugen im senegalesischen Dakar stationiert. Die Obergrenze des Mandats, das unverändert verlängert werden soll, beträgt 150 Soldaten. Die Entscheidung des Kabinetts bezieht sich nicht auf den separaten Einsatz weiterer knapp 160 Bundeswehr-Soldaten, die im Landesinnern von Mali bei der Ausbildung der malischen Armee helfen.

Das Engagement der Bundeswehr in Afrika

Somalia

Im Rahmen des EU-Einsatzes Atalanta schützen 337 Marinesoldaten am Horn von Afrika Schifffahrtsrouten vor somalischen Piraten. An der ergänzenden neuen EU-Gruppe Eucap Nestor nehmen derzeit zwei deutsche Berater teil.

Mali/Senegal

Für die UN-geführte Mission Minusma stellt die Bundeswehr in Mali und im Nachbarland Senegal Material und 71 Mann für Lufttransport und Luftbetankung bereit. Die European Training Mission Mali (EUTM Mali) soll dazu beitragen, die militärischen Kapazitäten der malischen Streitkräfte wiederherzustellen. Die Bundeswehr unterstützt diese Mission mit 104 Soldaten.

Südsudan

15 Soldaten sind Teil des internationalen Unmiss-Einsatzes für Friedenssicherung und den Aufbau des neuen Staates Südsudan.

Sudan

Der internationale Unamid-Einsatz in Darfur überwacht den Waffenstillstand zwischen Regierungstruppen und Rebellen. Zwölf deutsche Soldaten sind beteiligt.

Demokratische Republik Kongo

Drei Bundeswehr-Berater unterstützen im Rahmen des EU-Einsatzes (Eusec RD Congo) die Reform des Sicherheitssektors in dem zentralafrikanischen Land.

Westsahara

In dem weitgehend von Marokko besetzten Gebiet unterstützt die Bundeswehr mit zwei Angehörigen die UN-Mission Minurso zur Absicherung eines Waffenstillstands der marokkanischen Armee mit den Rebellen der „Polisario“.

Das Kabinett gab auch grünes Licht für die Verlängerung des Marine-Einsatzes im Rahmen der UN vor der libanesischen Küste. Knapp 170 Bundeswehr-Soldaten helfen dort derzeit vor allem bei der Ausbildung libanesischer Marine-Soldaten. Die Mandatsobergrenze bleibt bei 300 Soldaten. Der Einsatz begann nach dem Ende des Krieges zwischen Israel und dem Libanon 2006 und war eine Grundlage für die Waffenruhe zwischen den beiden Staaten.

Von

rtr

Kommentare (1)

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Account gelöscht!

14.05.2014, 12:34 Uhr

Der von SPD und Grünen in einem Krieg zusammen mit Busch eroberte Kosov von Deutschland und Amerika dann anektiert
wird noch über Jahrzehnte bewacht werden durch Deutsche und andere Besatzer. Diese Politik schreitet weiter vor,ob militärisch oder Politisch Deutschland wird vorgeschickt. Denn nichts ist schöner als die Deutschen für alles verantwortlich zu machen wenn es kracht. Kein Volk hält solange still wie die Deutschen.

Einmal mit Kriegen und BW Einsetzen weltweit angefangen, wird nicht einmal mehr auf Kosten geachtet.

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