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23.08.2013

01:02 Uhr

Einsehbar im Internet

Steinbrück veröffentlicht seine Stasi-Akte

Peer Steinbrück hat seine Stasi-Akte für die Öffentlichkeit ins Internet gestellt. Das Dokument ist auf der Homepage des SPD-Kanzlerkandidaten einsehbar - wer brisante Informationen erwartet, wird allerdings enttäuscht.

Einsicht in die Stasi-Akten: Peer Steinbrück hat die Dokumente auf seiner Homepage bereit gestellt. AFP

Einsicht in die Stasi-Akten: Peer Steinbrück hat die Dokumente auf seiner Homepage bereit gestellt.

BerlinSPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück hat am Donnerstag seine Stasi-Akte im Internet veröffentlicht. "Nicht nur Medienvertreter, sondern alle interessierten Bürgerinnen und Bürger sollen die Dokumente einsehen und sich ein eigenes Urteil bilden können", schrieb Steinbrück auf seiner Homepage.

Die Akte enthalte aber keine brisanten Informationen. "Ich habe jetzt lediglich erfahren, welche Person mich bei meinen Besuchen in der DDR bespitzelte", erklärte der SPD-Politiker.

Dabei habe es sich um einen Inoffiziellen Mitarbeiter der Stasi aus "meinem weiteren verwandtschaftlichen Umfeld" gehandelt. Steinbrück betonte erneut, dass weder die Stasi, noch andere Geheimdienste je versucht hätten, mit ihm Kontakt aufzunehmen.

Die SPD in Zahlen

Mitglieder

Ende November waren es 474.820 Mitglieder (März: 474.481). Der Höchststand wurde in der Weimarer Republik erreicht: Mit 1,261 Millionen im Jahr 1923. Das Durchschnittsalter liegt heute bei 59 Jahren – das älteste Mitglied ist 107. Die längste Mitgliedschaft betrug 88 Jahre.

Ortsvereine

Derzeit gibt es rund 9000 Ortsvereine. Nach der Wiedervereinigung waren es in den 90er Jahren bis zu 10.000.

Finanzen

2011 betrugen die Einnahmen 155 Millionen, die Ausgaben 141 Millionen – allein der Bundestagswahlkampf in diesem Jahr hat mehr als 20 Millionen Euro gekostet. Solche Jahre werden in der Regel mit einem Minus abgeschlossen.

Spenden und Beiträge

2011 erhielt die Partei zwölf Millionen Euro an Spenden, die Mitglieder zahlten zudem 70 Millionen an Beiträgen, 2010 waren es 68 Millionen. Die Spenden steigen im Wahljahr meist an. 2009 lagen sie zum Beispiel bei 18,7 Millionen Euro.

Steinbrück hatte nach einem Bericht der "Welt am Sonntag" angekündigt, die Akte zu veröffentlichen. Der Zeitung zufolge hatte die DDR-Staatssicherheit Steinbrück als sogenannten Vorlauf-IM erfasst. Als "Vorlauf" bezeichnete die Stasi den Angaben zufolge Personen, die aus verschiedenen Gründen als werbbar galten und angesprochen werden sollten.

Von

afp

Kommentare (9)

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Account gelöscht!

23.08.2013, 07:00 Uhr

Schade, dass Mutti nichts über IM Erika veröffentlicht. Das wäre mal eine gelungene Abwechslung in diesem Wahlkrampf ;)

Missi

23.08.2013, 08:10 Uhr

Eigentlich ist es egal, ob die Akte hier einsehbar ist oder nicht. Kein Netz-Leser kann erkennen, ob alle Seiten kopiert wurden, was hinter den geschwärzten Zeilen steht... denn wenn auf 1-2 Seiten etwas Verräterisches stände, würden dies nicht zu sehen sein. Ist ja logisch. Dennoch sollte man niemanden unbegründet verdächtigt. Und: (kleiner Gag) Die Stasi hat auch nicht jeden genommen ;-)

Mazi

23.08.2013, 09:05 Uhr

Das mag sein, aber ich gehe davon aus, dass Frau Merkel jetzt nachzieht, wenn sie nichts zu verbergen hat.

Ich denke aber eher, dass die Stasiakten in ihrer Gänze vom "zufälligen Untergang" bedroht sind.

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