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30.01.2004

22:34 Uhr

Einsparungen fallen geringer aus

Beitragsenkungen immer unwahrscheinlicher

Die von Gesundheitsministerin Ulla Schmidt angestrebten Beitragssenkungen rücken offenbar in weitere Ferne. Die Krankenkassen berichten von steigenden Ausgaben.

HB BERLIN. Eine Senkung der Beitragssätze für die Krankenkassen wird nach Meinung von Kassen und Ärztevertretern immer unwahrscheinlicher. Die Haushalte der Kassen würden durch drastisch gestiegene Medikamentenausgaben im Dezember belastet, berichtet der Berliner «Tagesspiegel». Demnach lag der Zuwachs im Dezember nach vorläufigen Angaben des Bundesverbandes der Betriebskrankenkassen (BKK) im Vergleich zum Vorjahresmonat bei 30 Prozent.

Die deutlich gestiegenen Ausgaben für Medikamente dürften die Budgets der Kassen weiter belasten. Bislang rechnen Gesundheitsexperten für 2003 mit einem Gesamtdefizit der Gesetzlichen Krankenversicherung von rund drei Milliarden Euro.

Auch durch die Absenkung der Medikamentenzuzahlung für chronisch Kranke würden die Kassen weniger sparen als erwartet, sagte Andreas Kniesche vom Verband der Angestellten-Krankenkassen (VdAK) der Zeitung. Damit sei die Forderung der Ministerin, das Beitragsniveau auf 13,6 Prozent zu senken, «zum Teil der Grundlage beraubt».

«Die Ausnahmen werden dazu führen, dass die Einsparungen deutlich geringer ausfallen», erwartet auch Udo Barske, Sprecher des AOK-Bundesverbandes. Nach ersten Schätzungen des BKK-Bundesverbandes nehmen die Kassen durch die Ausnahmen 2004 500 Millionen Euro weniger ein.

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