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04.10.2017

08:17 Uhr

Einwohner in Deutschland

Bevölkerung wächst auf 83 Millionen

Geburtenzuwachs und Zuwanderung lassen die Bevölkerungszahl in Deutschland steigen. Zwischenzeitlich soll ein Plus von fast zwei Millionen Menschen erreicht werden. Aber nicht alle Bundesländer gehören zu den Gewinnern.

Geburtenzuwachs und Zuwanderung lassen Bevölkerung Deutschlands wachsen dpa

Viel Verkehr

Auf den Straßen wird es voller: Die Anzahl der Einwohner in Deutschland steigt.

KölnDie deutsche Bevölkerung wächst nach Prognosen des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) bis 2035 um eine Million auf mehr als 83 Millionen Menschen. Bis 2023 erwartet das Institut sogar einen Anstieg auf fast 84 Millionen Menschen. Dies sei aber nur ein Zwischenhoch. Mit dem langfristigen Anstieg kehrten sich frühere Annahmen des Statistisches Bundesamtes um, teilte das Kölner Institut auf seiner Internetseite mit.

Der Trend gilt nicht für alle Bundesländer. Während laut IW vor allem Bayern, Baden-Württemberg, Berlin und Hamburg zulegen, verlieren ostdeutsche Bundesländer.

Berlin überspringt der Studie zufolge bei einem Plus von 510.000 Menschen die 4-Millionen-Marke. Hamburg wird mit einem Zuwachs von 162.000 Menschen fast 2-Millionen-Stadt. In den Stadtstaaten wachse vor allem der Anteil junger Menschen, so das Wirtschaftsinstitut. Der Gesamtanstieg in Berlin und Hamburg sei mit 14,5 und 9,1 Prozent der höchste unter allen Bundesländern. Thüringen und Sachsen-Anhalt stehen mit Verlusten von gut zehn Prozent am Ende der Liste.

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Als Gründe für die steigenden Zahlen nennt das IW eine höhere Geburtenrate und eine stärkere Zuwanderung. Für 2015 berechnete das Statistische Bundesamt eine Nettozuwanderung von 1,1 Millionen Menschen. 2014 habe der Wanderungssaldo bei 550.000 gelegen.

Während der Trend zum Bevölkerungsschwund in vielen Bundesländern gedreht werde, schreite die Alterung der Gesellschaft überall voran. Sie äußere sich in einem Rückgang der Menschen im Erwerbsalter zwischen 20 und 67 Jahren und der Zunahme der älteren Menschen. „Dahinter verbirgt sich im Wesentlichen die Alterung der Babyboomer-Generation, die bis 2035 mehrheitlich das Rentenalter erreicht haben wird“, heißt es. Über die am Freitag veröffentlichten Daten hatte zuvor die Funke Mediengruppe berichtet.

Größter Unsicherheitsfaktor bleibt nach Angaben des IW bei den Prognosen die Zuwanderung. Sie hänge von Faktoren wie der wirtschaftlichen Entwicklung, dem Krieg in Syrien und im Irak sowie der Flüchtlingsbewegung aus Afrika ab.

Von

dpa

Kommentare (14)

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Herr Leo Löwenstein

04.10.2017, 09:04 Uhr

"Aber nicht alle Bundesländer gehören zu den Gewinnern. "

Die Glücklichen.
In einer kommenden Zeit, in der durch die Digitalisierung rund 30-40% der heutigen Jobs verloren gehen werden, weitere Arbeitsplätze durch immer mehr Freihandelsabkommen abgeschafft werden, wird die Menschheit insgesamt nicht mehr Menschen für Arbeit brauchen, sondern weniger. In den sog. Industriestaaten wird aufgrund der Abkommen eine Deindustrialisierung stattfinden.
Die Arbeit, die von Menschenhand erledigt wird, wird dorthin verlagert, wo es billiger ist. Also weg.
Hier werden immer mehr Roboter eingesetzt, selbstfahrende Auslieferungsfahrzeuge, auslieferne Drohnen, Supermärkte ohne Kassenpersonal (Personal gibt's nur noch fürs Auffüllen, wenn überhaupt), Lager, in denen nur noch Roboter stapeln und umverteilen, alles in den nächsten 10-15 Jahren.
Dann werden wir sehen, wie schlecht es vielen gehen wird und der Terror zunehmen wird. Ein großer Teil der Bevölkerung wird zu den Verlierern gehören und eine Gruppe neigt ja besonders zum Terror, wenn es nicht nach deren Nase geht. Da dieser Anteil stetig erhöht wird, steigt dann auch die Wahrscheinlichkeit für Kriminalität und Terror.
Zum Glück und mit Weitblick führt die Regierung ja schon stückchenweise die totale Überwachung ein, jetzt auch mit Gesichtserkennung zur Laufzeit (Berliner Bahnhof). Vielleicht sollten wir dann alle mit Burka rumrennen, das rettet uns vor der Gesichtserkenunng. Durchgesetzt mit Gesetzen, die es nie gegeben hätte, wenn man sich nicht den Terror importiert hätte.
Alles Zufall?

G. Nampf

04.10.2017, 09:11 Uhr

"Größter Unsicherheitsfaktor bleibt nach Angaben des IW bei den Prognosen die Zuwanderung."

Die Zuwanderung ist - dank der Weisheit unserer Polit-Eliten - gesichert.

Obwohl wir sie - dank Digitalisierung - nicht brauchen werden.

Herr Heinz Keizer

04.10.2017, 09:43 Uhr

Sind die Bundesländer mit höherem Bevölkerungszuwachs wirklich die Gewinner?

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