Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

13.11.2013

03:00 Uhr

EKD-Synode

Verdi übt Kritik an evangelischem Arbeitsrecht

Die Evangelische Kirche in Deutschland will ein neues Arbeitsrecht verabschieden – und zieht damit die Kritik von Verdi auf sich. Die Gewerkschaft bemängelt, dass das uneingeschränkte Streikrecht wegfallen soll.

Die neue Vorsitzende des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland, Irmgard Schwaetzer bei einer Pressekonferenz bei der Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD). dpa

Die neue Vorsitzende des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland, Irmgard Schwaetzer bei einer Pressekonferenz bei der Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD).

DüsseldorfDie Gewerkschaft Verdi hat das neue kirchliche Arbeitsrecht, das die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) an diesem Mittwoch verabschieden möchte, als vollkommen unzureichend kritisiert. „Die Kirchengesetze, die die EKD-Synode beraten hat, erfüllen die Anforderungen der Gewerkschaften nicht“, sagte Verdi-Bundesvorstandsmitglied Sylvia Bühler der Nachrichtenagentur dpa.

„Angesichts von Zwangsschlichtung und absoluter Friedenspflicht, wie sie von der EKD vorgesehen sind, werden nicht nur das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland, sondern auch die Vorgaben des Bundesarbeitsgerichts (BAG) deutlich verfehlt.“

Das neue Kirchenrecht sieht vor, dass die 20 evangelischen Landeskirchen künftig wählen können, ob sie auf ihrem Gebiet klassische Tarifverträge aushandeln oder wie bisher der sogenannte dritte Weg beschritten wird, bei dem spezielle Kommissionen Bezahlung und Arbeitsbedingungen aushandeln.

In den Kommissionen sollen im Unterschied zur heutigen Praxis künftig auch die Gewerkschaften vertreten sein. Ein uneingeschränktes Streikrecht soll es auch künftig nicht geben.

Von

dpa

Kommentare (9)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Account gelöscht!

13.11.2013, 07:38 Uhr

Eine Organisation, die sich außerhalb des Rechts unseres Staates stellt aber vom Steuergeld lebt, sollte abgeschafft werden.

Glaeubiger

13.11.2013, 07:45 Uhr

Ich kann nur jedem raten aus der Kirsche auszutreten. Nur so kann dieser Verein von alten Männern zum Umdenken bewegt werden.Das heisst nicht seinen Glauben zu verlieren !!
Bischhöfe werden vom Staat besoldet, in der höchsten Beamtenbesoldungsstufe .. Altenpfleger werden mit Hungerlöhnen abgespeist ! Ist das christlich ???

Account gelöscht!

13.11.2013, 07:47 Uhr

"Eine Organisation, die sich außerhalb des Rechts unseres Staates stellt aber vom Steuergeld lebt, sollte abgeschafft werden."

Jep.
Ich empfinde als wirklich dreist was sich der Klerus erlauben kann in Sachen Bürgerrechte, die für jeden, egal welcher Religion jemand frönt, gelten, und zu gelten haben.
Wie geht das, ich gründe über Facebook eine neue Kirchengemeinde, lass deren Rechtmäßigkeit feststellen, und bin dann frei von bestimmten Regelungen, und bekomme noch Geld dafür?
Das ist ja so wie mit diesen angeblichen Kinderhilfswerken, die nur dazu dienen, von den Spenden ein erkleckliches Gehalt zu bekommen.
Hier ist was faul im Staate.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×