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10.01.2017

11:30 Uhr

Elektroauto-Quote

Union wirft Umweltministerin „Öko-Dirigismus“ vor

VonDietmar Neuerer

Elektroautos sind in Deutschland nach wie vor Ladenhüter. Umweltministerin Barbara Hendricks will das ändern und bringt eine Quote ins Spiel, um die Verkaufszahlen zu steigern. Die Union lehnt den Vorstoß ab.

Im vergangenen Jahr kamen in Deutschland 11.410 reine Elektroautos neu auf die Straßen, knapp 1000 weniger als im Vorjahr. dpa

Elektroauto

Im vergangenen Jahr kamen in Deutschland 11.410 reine Elektroautos neu auf die Straßen, knapp 1000 weniger als im Vorjahr.

BerlinDie Union hat den Vorstoß von Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) für Quote für Elektroautos scharf zurückgewiesen. „Eine Quote ist nichts anderes als ein Kaufzwang. Der Öko-Dirigismus wird immer absurder“, sagte der Vize-Chef der Unions-Bundestagsfraktion, Michael Fuchs (CDU), dem Handelsblatt. „Wer E-Autos verordnen will, hat jegliche Hoffnung in Innovation und Wettbewerb aufgegeben.“

Hendricks hatte die Quote angesichts des schleppenden Absatzes von Elektroautos in Deutschland ins Spiel gebracht. Es sei „gut möglich, dass wir eine Quote für Elektroautos brauchen werden, um den Übergang ohne Brüche zu organisieren“, sagte die Ministerin in einem Interview. „Und das sage ich nicht als Umweltministerin, sondern als Sozialdemokratin, die die guten Arbeitsplätze in Deutschland erhalten möchte. Die Quote wird die Hersteller auch dazu bewegen, endlich Modelle anzubieten, die für Normalverdiener erschwinglich sind.“

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Der CDU-Verkehrsexperte Ulrich Lange reagierte ebenfalls mit Unverständnis. „Neue Forderungen nach Zwangsquoten sind hektischer Aktionismus der Ministerin. Käufer brauchen Zeit und brechen ihre Entscheidung nicht übers Knie“, sagte Lange. „Das, was für die potentiellen Käufer von Elektrofahrzeugen wichtig ist, sind die Reichweite und Verfügbarkeit von Ladesäulen.“ Hier sei zügig eine gute Infrastruktur nötig, und daher werde deren Ausbau bereits mit staatlichen Programmen gefördert.

Auch die Automobilindustrie wolle sich mit einer großen europaweiten Initiative an dem Aufbau der Ladesäuleninfrastruktur beteiligen, sagte Lange weiter. „Auf diesen Bereich sollten wir uns zunächst konzentrieren und nicht in blinden Aktionismus verfallen.“

Kommentare (12)

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Herr Tom Schmidt

10.01.2017, 12:23 Uhr

Aus Sicht der Umwelt ist doch Elektromobilität ein reiner Blödsinn! Wir verbrennen immer noch genügend fossile Brennstoffe, und da stellt sich schon die Frage, was so toll daran ist, sich eine Lade- und Entladewirkungsgrad bei Fahren einzuhandeln. Vielleicht mag ein Hybrid-Auto im Stadtverkehr noch Sinn machen, aber der Elektroantrieb plus Akk muss auch erstmal hergestellt werden (Energie und Rohstoffe).

Aktuell ist es aber so, dass wir zu bestimmten Uhrzeiten zuviel Windstrom haben, den wir dann verschenken oder verpuffen lassen können. Diesen zu nutzen ist natürlich wiederum sinnvoll (auch wenn der Sinn sich erst aus einer verhunzten Energiewende ableitet...)

Account gelöscht!

10.01.2017, 12:50 Uhr

Und nach der Grün-Sozialistischen E-Auto Quote kommt dann die Radfahrer Quote und zum Schluss eine Fussgänger Quote....Quoten sind Freiheitsberaubung und machen eine Volkswirtschaft und Gesellschaft auf Dauer zu einer Mangel und Armutsgesellschaft.

Account gelöscht!

10.01.2017, 12:51 Uhr

Und nach der Grün-Sozialistischen E-Auto Quote kommt dann die Radfahrer Quote und zum Schluss eine Fussgänger Quote....Quoten sind Freiheitsberaubung und machen eine Volkswirtschaft und Gesellschaft auf Dauer zu einer Mangel und Armutsgesellschaft.

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